Unternehmen & Management

Scor übersteht Katastrophenjahr besser als seine Konkurrenten

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
In der Rückversicherung stehen die Zeichen auf Konsolidierung. Den nächsten Coup will Covéa mit der Übernahme von Scor landen. Doch der französische Rückversicherer wehrt sich. Die eigenen Quartalszahlen nennt er „solide“ – was nichts Gutes bedeutet. Immerhin: Die Konkurrenz treffen die Katastrophen härter.

Der französische Rückversicherer Scor ist auf dem besten Wege, seine Jahresziele zu erreichen. Allerdings war der Schadenaufwand im dritteln Quartal größer als erwartet. Der Taifun „Jebi“ in Japan kostete 105 Mio. Dollar, Taifun „Mangkhut“ 22 Mio. Dollar und Hurrikan „Florence“ 50 Mio. Dollar. Dabei muss man sagen, dass andere Rückversicherer es noch schlimmer traf.

 

Im drittel Quartal erzielte Scor einen Überschuss von 80 Mio. Dollar, im Vorjahresquartal gab es einen Verlusts von 267 Mio. Dollar. In den ersten neun Monaten steht insgesamt ein Gewinn von 342 Mio. Dollar zu Buche, im Vorjahr lag dieser noch bei 25 Mio. Dollar. Die Combined Ratio lag im dritten Quartal bei 98 Prozent, eine starke Verbesserung zu den 136,7 Prozent im Q3 2017. In den ersten neun Monaten sammelte Scor 11,2 Mrd. Dollar an Bruttoprämien ein. 

 

Scor-Chef Denis Kessler währt sich derzeit mit aller Macht von Covéa übernommen zu werden. Das Unternehmen hält bereits acht Prozent an Scor und wollte 43 Euro je Aktie bieten, 20 Prozent mehr als den gegenwärtigen Aktienkurs, aber immer noch weniger als die von Analysten als eigentlichen Wert veranschlagten 45 Euro je Aktie. Das Kaufangebot von insgesamt 8,3 Mrd. Euro lehnte Scor-Chef Dennis Kessler ab. Für ihn sei Covéa kein geeigenten Eigner für einen internationalen Rückversicherer. Der Gegenseitigkeitsversicherer Covéa, der 90 Prozent seines Geschäfts in Frankreich macht und dort 11,5 Millionen Kunden zählt, will weiterhin eine freundliche Übernahme forcieren – ein zweites Angebot steht bevor.

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