Berlin, Leipziger Straße
Berlin, Leipziger StraßeQuelle: Jan Köhler / www.pixelio.de / PIXELIO
Politik & Regulierung

Deutsche Start-ups motzen, Insurtechs strahlen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Berlin verliert an Boden: Zu wenig Geld, keine Gründerinnen in Sicht – das sind die wesentlichen Aussagen des Start-up-Monitors des deutschen Start-up-Verbandes und KPMG. Entspannt zurücklehnen können sich die Insurtechs.

Es sind weniger Start-ups in Berlin ansässig und die Hauptstadt büßt an Renommee ein, das liegt besonders an steigenden Mieten und einer geringen Anzahl von verfügbaren Büroräumen. An Gunst dazugewonnen haben Hamburg und München, was verwundert, denn beide Städte sind nicht für niedrige Mieten bekannt. Der Frau­en­an­teil in der Insurtech-Branche hat sich leicht er­höht, er beträgt 15,1 Pro­zent.

 

Am stärksten vertreten sind Unternehmen im Bereich Software, gefolgt von der Le­bens­mit­tel- und Kon­sum­gü­ter­bran­che. Lediglich 25 Prozent der Un­ter­neh­men be­fin­den sich in der Pha­se eines schnellen Wachstums, nur 1,5 Pro­zent ha­ben sich so eta­bliert, dass es für ei­nen Bör­sen­gang reicht.

 

Nach Ansicht der Start-Ups liegt das an zu wenig Förderung seitens des Staates. In anderen Ländern könnten Pen­si­ons- und Ver­si­che­rungs­fonds in junge Unternehmen investieren, hierzulande sei das rechtlich schwierig. Weiterhin sei die Bürokratie zu ausgeprägt und würde zu viele Ressourcen binden. Alles in allem bekommt die Bun­des­re­gie­rung die Note 4,0, im vergangenen Jahr war es immerhin eine 3,6.

 

Und die Insurtechs?

 

In dem Bericht gibt es keine Sparte, in der die Insurtechs separat behandelt werden, das ist aber nicht nötig, denn andere Quellen geben ein Stimmungsbild, die deutsche Insurtech-Branche kann nicht klagen.

One und Wefox haben gerade einen dreistelligen Mio.-Betrag als Finanzspritze bekommen, Clark vereinbarte eine Working-Capital-Finanzierung mit der Deutschen Handelsbank und das, selbsternannte, Insurtech Deutsche Familienversicherung wird noch dieses Jahr an die Börse gehen. Auch an Covomo glauben die Geldgeber.

 

Das sind nur Beispiele, aber jeder Marktbeobachter kann feststellen, dass die etablierten Versicherer die Kooperation mit den jungen Unternehmen suchen, da kann auch die Kritik  an einzelnen Unternehmen von Ratingagenturen nichts daran ändern.

Weltweit erreichte die Anzahl der weltweiten Investitionen in Insurtechs im zweiten Quartal des laufenden Jahres erneut ein Rekordhoch, wovon auch deutsche Insurtechs profitierten.

 

Link zum Report

Start-Ups · InSurTechs · KPMG
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