Neuer Ärger für die Allianz
Neuer Ärger für die AllianzQuelle: Allianz
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Ungarn: Finanzaufseher monieren "un­an­ge­mes­se­ne Ge­schäfts­prak­ti­ken" der Allianz

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Allianz hat wohl neuen Ärger am Hals - und zwar dieses Mal in Ungarn. So wirft die ungarische Zentralbank, die zugleich auch die Rolle der Finanzaufsicht einnimmt, der Allianz-Tochter verschiedene "unangemessene Geschäftspraktiken" vor. Konsequenz: Die Allianz soll eine Strafe von umgerechnet 387.000 Euro zahlen.
Laut einem Bericht des Handelsblatt monierten die Finanzaufseher seit 2014 gewisse Unregelmäßigkeiten unter anderem bei internen Kontrollen, bei Informationen über das Outsourcing, der Registrierung von Vermittlern, der IT-Sicherheit, beim Umgang mit Kfz-Versicherungsverträgen und mit Kundenbeschwerden.
Die Allianz SE verwies auf Anfrage von VWheute auf die offizielle Stellungnahme der ungarischen Tochter: "Today the Hungarian National Bank has published its resolution with the Number H-JÉ-II-B-63/2018 concerning the regular audit held at Allianz Hungaria. The resolution summarised its findings in 20 points on which Allianz has already started its work in order to meet the requirements until the given date, 31st January 2019. The findings and the fine are mostly identical to the resolution points of the peers who had recently gone through the comprehensive audit. All of our peers received almost identical the same fine and almost the same findings as well."
Vor kurzem geriet die Allianz bereits in Australien in Bedrängnis. So habe der Versicherer auf seiner Website eine unbegrenzte medizinische Versorgung versprochen, obwohl in den Policen klare Grenzen sowohl bei der Höhe der Versicherungssumme als auch bei den Orten enthalten gewesen seien, in denen die Versicherung greife, erklärte eine Untersuchungskommission in Sydney. Bei einer Befragung räumte der Michael Dean Winter, Vertriebsmanager von Allianz Australia, ein, dass die Kunden getäuscht worden seien.
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