Was bedeutet die Automatisierung für ältere Mitarbeiter?
Was bedeutet die Automatisierung für ältere Mitarbeiter?Quelle: Quelle: Dieter Schütz / PIXELIO (www.pixelio.de)
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Studie: Automatisierung bedroht vor allem ältere Mitarbeiter

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Was bedeuten die Digitalisierung und die Automatisierung für die Mitarbeiter? Diese Frage beschäftigt mittlerweile alle Wirtschaftszweige - und natürlich auch die Versicherungsbranche. Eine aktuelle Studie der Beratungsunternehmen Oliver Wymann und Mercer gibt dieser Diskussion nun neue Nahrung. Eine Kernaussage: Die Automatisierung gefährdet vor allem die Arbeitsplätze älterer Arbeitnehmer.
So werde die Kombination einer alternden Weltbevölkerung mit der zunehmenden Automatisierung in der Arbeitswelt erhebliche wirtschaftliche und gesellschaftliche Folgen haben, konstatieren die Studienautoren. Besonders betroffen sind laut Umfrage vor allem die asiatischen Länder in denen gering qualifizierte Arbeitskräfte im Alter von 50 bis 64 Jahren einen immer größeren Anteil der Erwerbsbevölkerung darstellen. Bis 2025 laufen in China 76 Prozent, in Thailand 69 Prozent der älteren Arbeitnehmer Gefahr, durch die Automatisierung ihren Arbeitsplatz zu verlieren.
Besonders davon betroffen sind dabei laut Studie aber auch europäische Länder wie Deutschland oder Italien. Gerade in Deutschland arbeiten nach Angaben der Studienautoren besonders viele ältere Arbeitnehmer, deren Arbeitsplätze in der Regel schwer zu automatisieren sind. Demnach drohen 57 Prozent der von älteren Mitarbeitern besetzten Stellen wegzufallen, heißt es weiter. Auch in den deutschsprachigen Nachbarländern scheint die Entwicklung durchaus ähnlich: So liegt das Verdrängungsrisiko in Österreich bei 54 Prozent und in der Schweiz bei 49 Prozent. Die niedrigsten Risikowerte weltweit weisen hingegen Australien mit 42 Prozent und Kanada mit 47 Prozent auf . Allerdings ergibt sich für diese Länder auch die niedrigste Überalterungsquote.
In der Versicherungsbranche dürften besonders die Vermittler diese Entwicklung mit Argwohn beobachten - mit allem Grund. "Mehr als 50 Prozent der Bundesbürger können sich vorstellen, eine Versicherung komplett online abzuschließen ohne persönliche Beratung", konstatiert Holger Rommel, COO der Adcubum AG. Gleichzeitig rechnen die Versicherer jedoch mit einem deutlichen Umsatzplus durch automatisierte Prozesse. Laut einer Studie von Capgemini rechnen diese bis zum Jahr 2020 mit einem satten Plus von 6,11 Prozent bzw. 21,42 Mrd. US-Dollar mehr in den eigenen Kassen.
Automatisierung · Mercer
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