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Märkte & Vertrieb

Uber versichert, dass sie nicht versichern wollen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Ein Jahr lang hat sich Google mit Versicherungen beschäft und ist wieder aus dem Geschäft ausgestiegen. Amazon will es besser machen. Und Uber? Will es gar nicht erst anfangen: "Versicherer sind gut darin Versicherer zu sein und das ist bereits schwer zu erreichen", sagt Curtis Scott, Global Head für Versicherungen bei Uber.

Im Juli dieses Jahres wurde Ubers Senior Risk Manager, Brad Nail, gefragt, ob das Unternehmen plane ins Versicherungsgeschäft einzusteigen. Seine Antwort: "Fragen Sie mich nochmal in ein paar Monaten." Uber hat die Risiken abgewogen. "Wir sind gut darin, ein Tech-Unternehmen für Logistik zu sein. Darin sind wir stark", sagt Curtis Scott. "Wir haben nicht den Wunsch, Versicherungen zu machen. Wir wollen mit Versicherern zusammenarbeiten, aber keiner Versicherer sein." In Europa bietet Uber für seine Fahrer u.a. ein Versicherungspaket von Axa an.

 

Ein Tech-Riese weniger, die Versicherungsbranche dürfte erleichtert sein. Schließlich muss die Assekuranz den Einstieg von Amazon noch verkraften. Der Onlinehändler sucht bereits Versicherungsspezialisten mit deutschen, französischen oder spanischen Sprachkenntnissen. In den USA gab CEO Jeff Bezos Ende vergangenen Jahres bekannt, dass Amazon mit der größten US-Bank JP Morgan und der Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway von Starinvestor Warren Buffett eine gemeinsame Krankenversicherung gründen will. Unter der Marke Amazon Protect bietet das Unternehmen seinen Kunden bereits an, über die Amazon Plattform gekaufte Produkte wie Laptops, Handys oder Waschmaschinen gegen Diebstahl, Defekte oder Beschädigungen zu versichern.

 

Google bot in den USA und Großbritannien mit seinem Dienst GoogleCompare einen Online Vergleichsrechner für Versicherungen an. Angeblich gab es bereits Gespräche für eine Kooperation mit einem deutschen Vergleichsportal. Doch dann zog sich Google wieder vom Markt zurück ohne offizielle Gründe dafür zu nennen.

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