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Köpfe & Positionen

Schick: "Lebensversicherungen sterben langsam"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der scheidende Grünen-Finanzexperte Gerhard Schick glaubt an massive Probleme der Lebensversicherung. Er befürchtet, dass mehrere Lebensversicherer aufgrund der Niedrigzinsen die Auffanggesellschaft Protektor in Anspruch nehmen werden müssen.

Der scheidende Grünen-Finanzexperte Gerhard Schick glaubt an massive Probleme der Lebensversicherung. Er befürchtet, dass mehrere Lebensversicherer aufgrund der Niedrigzinsen die Auffanggesellschaft Protektor in Anspruch nehmen müssen.

Schick, der sich Ende des Jahres als Politiker zurückzieht und sich komplett der Bürgerbewegung Finanzwende widmen will, befürchtet das Schlimmste: "Die Branche hat unangenehme Jahre vor sich und damit leider auch die Versicherten. Lebensversicherungen sterben langsam, Banken schnell", sagte Schick dem Mannheimer Morgen.

Der Mannheimer Bundestagsabgeordnete kritisierte zudem die Pläne des Finanzministeriums, "nach der Versicherungen weniger für die Auszahlung von Garantieleistungen vorsorgen müssen". Das Verfahren ist nach Schicks Ansicht intransparent.

 

Verbraucher werden voll belastet

 

Zudem sei eine Rettung der Branche nötig, "weil die Unternehmen die Versprechen gegenüber den Kunden sonst nicht einhalten könnten", erklärt Schick. Er fordert eine öffentliche Diskussion über das Thema.

Weiterhin spricht er eine immer wiederkehrende Thematik an. Die (vermeintliche)Bevorzugung der Aktionäre gegenüber den Versicherten:  "Die Verbraucher werden voll belastet, die Anteilseigner kaum. Deshalb fordern wir unter anderem eine Verschärfung der Ausschüttungssperre", sagte Schick. Die Unternehmen sollen Überschüsse zum Ausbau des Eigenkapitals nutzen und nicht an die Mutterkonzerne ausschütten.

 

Der Trick der Versicherer bestehe darin, dass Gewinnabführungsverträge zwischen der Versicherung und ihrer Muttergesellschaft von der Ausschüttungssperre ausgenommen sind. Genau diese Lücke würden die Unternehmen nutzen.

Gerhard Schick · Lebensversicherungsprodukte mit Garantieverzinsung · Kritik
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