Quelle: Ergo
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Ergo verkauft Tochtergesellschaft in Russland

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Ergo verkauft ihre russische Tochtergesellschaft Ergo Russia Life an Rosgosstrakh. Der russische Versicherungskonzern übernimmt Unternehmensanaben zufolge 100 Prozent der Anteile an Ergo Life und damit das gesamte Unternehmen einschließlich Mitarbeiter, Kundenportfolio und IT-Systemen. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.
"Zu Beginn des Jahres haben wir basierend auf unserer Strategie 2021 beschlossen, so zeitnah wie möglich in den Lebensversicherungsmarkt zurückzukehren. Mit dem Zukauf der Ergo Life Gesellschaft können wir dieses Vorhaben nun noch schneller realisieren und Millionen unserer Kunden in Russland mit Produkten über die Banken der Otkritie Group und unsere eigenen Vertriebskanäle bedienen", kommentiert Nikolaus Frei, CEO bei Rosgosstrakh, die Übernahme.
Der Verkauf der russischen Ergo-Tochter sei demnach ein "weiterer Schritt, unsere 2016 angekündigte strategische Ausrichtung unseres internationalen Geschäfts auf ausgewählte Wachstumsmärkte konsequent umzusetzen. Damit sind vor allem jene Märkte gemeint, in denen Ergo ohnehin stark präsent ist oder die erhebliches Marktpotential bieten. Als Teil der Strategie prüft Ergo International kontinuierlich, in welchen Ländern es hingegen auch sinnvoll ist, Geschäft zu veräußern", betont ein Unternehmenssprecher auf Anfrage von VWheute.
Bereits am Wochenende spekulierte das Handelsblatt über einen Verkauf der russischen Ergo-Tochter an das Moskauer Bankhaus Otkrytije spekuliert. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Kreditinstitut den Konzern Rosgosstrakh übernommen. Ergo Russia Life liegt nach den Verkaufszahlen des vergangenen Jahres nur auf Platz 18 von gut 30 Anbietern auf dem russischen Markt, heißt es weiter. Dennoch scheint die Ergo-Tochter in den ersten sechs Monaten dieses Jahres allem Anschein nach gut im Rennen. Demnach seien die Prämien in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres um 90 Prozent auf 2,4 Mrd. Rubel (gut 31 Mio. Euro)
Vor einem Jahr hatte die Ergo in Russland allerdings auch mit Verstößen gegen Compliance-Regeln für Schlagzeilen gesorgt. Medieninformationen zufolge wurde damals mittels Hehlerei von Autos und Tagesversicherungsbetrügereien ein Millionen- und Imageschaden verursacht. Dabei sollen mehrere Mitarbeiter, darunter auch ein deutscher Manager,  in verschiedene Autoschiebereien verwickelt worden sein.
Ergo · Ergo Russia Life · Rosgosstrakh
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