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Politik & Regulierung

Hurrikan "Michael": Florida steht vor gigantischen Schäden

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
US-Präsident Donald Trump spricht von einem "Monster". Der Chef der Katastrophenschutzbehörde vom heftigsten Sturm in der Region seit 1851. Hurrikan "Michael" hat die US-Küste mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometern pro Stunde getroffen. Experten schätzen die möglichen Schäden auf 16 Mrd. Dollar. Das dürfte untertrieben sein, da der weit aus schwächere Sturm "Florence" vor einem Monat bereits 45 Mrd. Dollar an Schäden verursachte.

"Michael" fehlten nur zwei Stundenkilometer an Windgeschwindigkeit, um in die höchste Kategorie fünf eingestuft zu werden. Florida bereitete sich auf gigantische Schäden vor. „Entlang unserer Küste werden Gemeinden unvorstellbare Zerstörung sehen“, sagte Floridas Gouverneur Rick Scott. „Das ist der schlimmste Sturm, den die Florida-Panhandle in hundert Jahren gesehen hat.“ Als Panhandle (Landzipfel oder Pfannenstiel) wird der Teil Floridas nordwestlich der Halbinsel bezeichnet, wo der Sturm auf Land traf.

US-Präsident Donald Trump sagte, der ursprünglich kleine Sturm habe sich zu einem "Monster" ausgewachsen. Wegen des Hurrikans kam Trump am Mittwoch im Weißen Haus mit dem Chef der Katastrophenschutzbehörde Fema, Brock Long, und mit Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen zusammen. Long sagte: „Dies wäre der intensivste Hurrikan seit 1851, der diese Gegend getroffen hat, wenn ich mich recht erinnere.“ Am Donnerstag wurden mehr als 388.000 Stromausfälle in Haushalten und Geschäften registriert.

Abgeschwächt, aber immer noch lebensbedrohlich

Jacob Kilstein, Analyst von Argus Research, hält die möglichen Schäden für die Rückversicherer für verkraftbar. Sie würden 16 Mrd. Dollar nicht überschreiten. Die Branche sei mit 150 Mrd. Dollar überkapitalisiert, ergänzt Elyse Greenspan von Wells Fargo Securities. Ohnehin seien in dieser Gegend weniger Eigentum versichert. Und wenn überhaupt, dann bei kleineren Anbietern, sagt Greenspan. Nach Schätzungen der Risikoanalysefirma Corelogic könnten die versicherten Schäden bis zu 4,5 Mrd. Dollar betragen. Insgesamt glaubt Willis Towers Watson, dass der Hurrikan nicht den Markt für Rückversicherungspreise drehen wird. 

 

"Michael" ist nicht der erste Hurrikan, der in diesem Jahr Zerstörung an die US-Südostküste gebracht hat. Mitte September hatte "Florence" vor allem in North und South Carolina schwere Überschwemmungen verursacht. Anders als "Michael" war der Sturm aber lediglich als Kategorie eins an Land getroffen - mit Windgeschwindigkeiten von 150 Kilometern pro Stunde. Die Katastrophenschutzbehörde Fema warnte, "Michael" werde auch North und South Carolina starken Regen bringen - dabei sei das Wasser von "Florence" noch nicht vollständig abgeflossen.

Inzwischen wurde "Michael" wurde nun zu einem Kategorie-1-Sturm herabgestuft. Der Hurrikan hat laut des Nationalen Hurrikan-Zentrums eine Spitzengeschwindigkeit von 150 km/h. Berichte über ein Todasopfer wurden bestätigt: Ein Mann starb nahe Greensboro starb, nachdem ein Baum auf sein Haus gestürzt war.

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