Norbert Rollinger
Norbert RollingerQuelle: R+V
Köpfe & Positionen

R+V: Rollinger verzichtet auf versteckte Kostensparprogramme

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Norbert Rollinger wirbt für die Digitalisierung in seinem Haus und wird 100 Millionen Euro in die Umsetzung investieren. Der Chef der R+V Versicherung hat in einem Aufsatz die Ziele und Probleme und Möglichkeiten der technischen Weiterentwicklung dargelegt.

Mit dem Transformationsprogramm "Wachstum durch Wandel" sollen bis zum Jahr 2020 die Beitragsnahmen von 15 auf 20 Mrd. steigen, schreibt Rollinger in einem Aufsatz für die "Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen". Zudem wolle man bei der "Kundenbegeisterung" in die Top 3 der deutschen Erstversicherer aufsteigen.

Eine kleine Spitze erlaubte er sich beim Thema Wandel, anders als "bei manchem Mitbewerber", werde bei der R+V kein verstecktes Kostenspar- und Stellenabbauprogramm betrieben, sondern die Digitalisierung vorangetrieben. Dafür wird der gesamte Konzern R+V 500 Millionen Euro investieren, die Versicherungssparte 100 Millionen.

 

Bankenvertrieb das große Thema

 

Der größte Teil des dreiseitigen Aufsatzes widmet sich dem Thema Bankvertrieb. Die R+V wäre darin die Nummer eins, das solle auch so bleiben, obwohl immer mehr Filialen geschlossen werden. Dazu müssten die Vertriebsstrukturen "konsequent an die veränderte Bankenlandschaft angepasst werden", dazu wurde unter anderem die Videoberatung etabliert.

 

Der Schlüssel zur erfolgreichen Bankassurance sei aber das Onlinebanking. Die Angebote des Versicherers müssten auf der Bankseite sichtbar sein, denn dort würde der Kunde wegen Bankgeschäften häufig präsent sein. Zudem können man per Data Analytics Informationen über den Kunden gewinnen, beispielsweise, ob berufliche oder persönliche Veränderungen geschehen sind, dann könnten zielgerichtete Angebote erfolgen. Anfänge seien bereits gemacht.

 

Beratung ist Menschensache

 

Digitale Angebote wie Roboadviser und Chatbots wären heute noch in ihren Möglichkeiten begrenzt und zudem könnten sich nicht emphatisch sein. Die persönliche Beratung bleibe daher wichtig und die Herausforderung sei, persönliche Beratung und digitale Angebote perfekt aufeinander abzustimmen.

Norbert Rollinger · R+V · Digitalisierung
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