Quelle: Daimler
Märkte & Vertrieb

Telematik-Angebot in Deutschland schrumpft

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Telematik-Tarife in der Kfz-Versicherung bleiben in Deutschland ein Nischenthema. Laut Finanztip bieten nur noch elf Versicherer bieten Kunden aktuell Tarife an, die das Fahrverhalten überwachen und für sicheres Fahren Rabatte gewähren. Drei weniger als im letzten Jahr. Die Idee scheint dennoch gerade für junge Fahrer interessant. Wer umsichtig fährt, kann fehlende Schadenfreiheitsklassen ausgleichen und bei der Kfz-Versicherung sparen.

Italien gilt als Musterland in Sachen Telematik. In mehr als 7 Millionen Fahrzeugen wird dort die eigene Fahrweise ausgewertet. In Deutschland sind es bei den beiden großen Versicherern Allianz und Huk zusammen gerade mal rund 150.000.

 

„Die meisten Telematik-Angebote richten sich in Deutschland ausschließlich an junge Fahranfänger“, sagt Arne Düsterhöft, Digital-Experte bei Finanztip. „Das schränkt den möglichen Kundenkreis stark ein.“ Hinzu kommt: Versicherer und Automobilhersteller streiten sich noch immer darum, wem die im Auto gesammelten Daten gehören. „Auch das bremst eine umfassende Marktdurchdringung.“ 


Dabei können sich Telematik-Angebote lohnen. „Bei den meisten Versicherern, die Telematik anbieten, können Kunden sich entscheiden, Telematik zusätzlich zur normalen Kfz-Versicherung zu wählen“, erklärt Düsterhöft. Manche dieser Tarife hätten in der Finanztip-Untersuchung sehr gut abgeschnitten: „Bei fünf unserer sieben Untersuchungsprofile waren unter den besten Ergebnissen Tarife, bei denen Telematik möglich ist.“ Wenn der Tarif an sich günstig ist, rechnet sich bereits ein geringer Rabatt durch sicheres Fahren. Insbesondere bei Fahranfängern können so fehlende Schadensfreiheitsklassen etwas ausgeglichen werden.

Die Versicherer bewerben ihre Telematik-Angebote mit Rabatten von bis zu 30 Prozent.

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