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Insurlab Germany: Klassische und neue Industrie noch auf „verschiedenen Planeten“ angesiedelt

Von Monika LierTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Kasko, Motion-S, PolyWizz, StilFresh/Optimiz und RightIndem: So heißen die Insurtechs, die mit dem Insurlab Germany ihre Geschäftspläne vorangetrieben und teilweise Produkte und Projekte für und mit der Versicherungswirtschaft entwickeln. „Der Erfolg kommt nicht von alleine, sondern nur durch harte Arbeit“, sagte Insurlab-Germany-Chef Mathias Bühring-Uhle auf dem Kölner Demo Day. Das Accelerator-Programm für IT-getriebene Neugründungen soll 2019 weitergehen.

Bei Faktoren wie Zeit- oder Kulturverständnis sieht der Gothaer-Vorstand die klassische und die neue Industrie noch auf „verschiedenen Planeten“ angesiedelt. Das 2017 gestartete Insurlab ist eine Plattform zur Vernetzung von Assekuranz und Insurtechs mit dem Ziel, Versicherern über den einfachen und direkten Zugang zu Startups bei der eigenen Digitalisierung zu unterstützen.

 

Ein Mittel dabei ist das Accelerator-Programm mit dem Gründer, innerhalb von sechs Monate von Mentoren aus dem Top-Management der inzwischen 28 Versicherungs-Mitgliedsunternehmen sowie weiterer Experten aus dem Insurtech-Ökosystem begleitet und fit für den deutschen Versicherungsmarkt gemacht werden. Die ersten fünf Kandidaten aus vier Ländern wurden von zehn „Main“- und 22 „Topic“-Mentoren unterstützt.

 

Neben reinen Versicherungskenntnissen und dem unterschiedlichen Blick auf die Welt ist es oft einfach das Netzwerk, das den jungen Kandidaten fehlt. „Wir schrieben ein E-Mail und hatten nach zwei Tagen einen Termin bei Maersk. Jetzt stehen wir vor dem Durchbruch“, berichtete Bop Sandrino. Er ist der Mitgründer von Optimiz, dem Spinoff von Stilfresh. Zuvor hatte dieses Insurtech, das eine Plattform für die Abwicklung von Transportschäden entwickelt, jahrelang vergebens versucht, mit der weltweit größten Containerschiffsreederei Maersk in Kontakt zu kommen.

 

Dabei scheint die digitale Lösung dort so gut angekommen zu sein, dass sich die Dänen nach Aussage von Sandrino auch ein Investment vorstellen können. Andere Startups sind bereits weiter. Für seine digitalen Produkte, die sich innerhalb von vier Wochen zu Kosten zwischen 30.000 und 50.000 Euro umsetzen lassen zählt KASKO schon 14 Versicherer zu seinen Partnern.

 

Motion-S ist mit sieben Versicherer in unterschiedlich weit entwickelten Stadien in Sachen Daten-Augmentation, die Bindungsraten bei der Marketing-Automatisierung erhöhen sollen, unterwegs. Polywizz hat ein Programm entwickelt, mit dem Versicherer mit Einverständnis ihrer Kunden einen Einblick auf deren Ausgabenverhalten und über Algorithmen Aussagen für weitere Verkaufsansätze erhalten können.

 

Bei AIG laufe dieses „Wallet-Programm“, „aber der deutsche Markt hat seine Unterschiede. Wir geben aber nicht auf“, sagte CEO Avi Yaacov bei der Vorstellung. RightIndem hat eine digitale Plattform für Sachschäden fast aller Art entwickelt, die das Schadenmanagement beschleunigen, Kosten senken und die Kundenzufriedenheit erhöhen könnte.

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