Zentrale Huk-Coburg
Zentrale Huk-CoburgQuelle: Huk-Coburg
Märkte & Vertrieb

Huk-Coburg ist das Unternehmen mit dem zweitbesten Image hierzulande

Von Maximilian VolzTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
"Oft in den Schlagzeilen zu sein macht noch kein Image", sagte einst der Manager Daniel Goeudevert – der ironischerweise bei VW arbeitete. Sicher ist, wer ein schlechtes Image hat, der verliert Kunden und Geld. Wie viel, das hat die Markenberatung Clear ermittelt – auch für die Versicherungsbranche.

Die Unternehmen sind sich bewusst, dass Image heutzutage ein wertvolles Gut ist, das wissen nicht nur die Pressesprecher, die als Sprachrohr der Unternehmen das Image entscheiden mitprägen. Doch die Zahlen die Clear in ihrer weltweiten Studie präsentiert, lassen einen ungläubig zurück, einzelne Marken können bis zu 936 Millionen Euro jährlich verlieren, wenn das Image schwindet.

Die Umfrage fußt auf einer simplen Tatsache, der Kundenzufriedenheit. Auf Grundlage einer Online-Umfrage unter mehr als 34.000 Verbrauchern in Deutschland, Großbritannien, den USA und China bewertet die Studie 225 Marken in acht Kategorien basierend darauf, wie gut sie Werbung und Markenversprechen mit der Realität in Einklang bringen.

 

Unternehmen sollten bei den folgenden Ergebnissen die Ohren spitzen. Über 50 Prozent der Befragten nehmen die Claims einer Marke niemals für bare Münze und 32 Prozent aller Verbraucher geben an, dass die Kluft zwischen Markenversprechen und dem tatsächlichen Markenerlebnis "immer breiter wird". Weitere 61 Prozent der Verbraucher würden die Marke wechseln, wenn sie glauben, dass sie woanders bessere Erfahrungen machen würden.

 

Die besten der Deutschen

 

Lidl, besser platziert als Aldi, ist die Nummer 5 des Rankings in Deutschland, das Angebot basiere auf einer "Verpflichtung zu frischen Produkten, erstklassigem Kundenservice und freundlichen Mitarbeitern". Doch selbst Lidl muss neidlos anerkennen, dass die Huk-Coburg ihnen weit voraus ist.

 

Platz Zwei unter den 80 gelisteten Unternehmen, vor dem Versicherer liegt nur noch Steigenberger. Die nächsten Versicherer in der Liste sind die Allianz (Platz 12) und die Axa (58.), sonst findet sich kein reiner Versicherer in der Liste. Die Volksbank als Ganzes kann den 32. Platz einnehmen, das liegt wohl auch an der Versicherungssparte.

Keiner der Autohersteller ist unter den Top 20. Die Automobilmarken "haben offenbar Mühe, ihre Versprechen mit dem tatsächlich gelieferten Nutzererlebnis in Einklang zu bringen". Das dürfte die Untertreibung des Jahres sein.

 

Laut Studie kämpft vor allem VW darum, Versprechen wie Vertrauenswürdigkeit und geringen Kraftstoffverbrauch einzuhalten.

 

Medien kommen schlecht weg

 

Keine Medienmarke schafft es unter die Top 40. Damit ist das eine der am schlechtesten abschneidenden Kategorien. Bild, RTL und ZDF haben allesamt Schwierigkeiten und keine der Marken hielt das Versprechen, "informativ und ausgewogen" zu sein. Das zeige, dass die Verbraucher immer sensibler gegenüber tendenziöser Berichterstattung in den Medien sind.

 

Was sich aus der Studie schließen lässt, erklärt Damian Symons, Global CEO bei Clear: "Wenn heute Marketingleiter mehr Einfluss am Vorstandstisch fordern, sollten sie auch mehr Verantwortung übernehmen und das Geschäft stärker auf die Kunden ausrichten. Unternehmen investieren meist zu wenig in die Verankerung ihrer Marke im Nutzererlebnis und in der Belegschaft. Wir können nun heruntergebrochen auf die einzelnen Marken zeigen, was diese Fehlausrichtung kostet”.

 

Als Reaktion auf die Ergebnisse hat Clear folgende Ratschläge für Marketingverantwortliche, die ihre eigene Erlebnislücke erkennen und bereit sind, Maßnahmen zu ergreifen:

 

  • Finden Sie heraus wer in Ihrer Organisation verantwortlich ist – oft übernimmt niemand die Verantwortung für das Markenerlebnis. Weder Marketing noch Kundenservice noch Betrieb.
  • Vergleichen Sie die Nutzererlebnisse mit ihren gegebenen Versprechen und ermitteln Sie dann, welche Teile für Ihre Kunden am wichtigsten sind. Ihre "Experience Gap" ist wie ein Fingerabdruck keine andere Marke hat die gleichen Probleme.
  • Seien Sie glaubwürdig und erstrebenswert in Ihrem Marketing – nur 33 Prozent der Verbraucher denken, dass Marken realistische Aussagen machen. Vermeiden Sie also Zynismus, indem Sie transparent zeigen, was Sie erreicht haben und woran Sie arbeiten.
  • Fügen Sie dem Nutzererlebnis ein wenig Menschlichkeit hinzu. Gerade deutsche Verbraucher wünschen eher eine menschliche Interaktion als ihre Konsumenten in anderen Märkten.
  • Halten Sie ihre Versprechen – insbesondere die Großen

Das klingt doch machbar, im nächsten Jahr werden wir sehen, welche Unternehmen einen besseren Job gemacht haben.

 

Image-Rangliste Deutschland
Image-Rangliste DeutschlandQuelle: Clear

Über die “Experience Gap” Studie

 

Um die Erlebnislücke zu messen und festzustellen, wieviel es Marken kostet, hat Clear eine Online-Umfrage mit 34.000 Befragten in vier Ländern durchgeführt. Dabei wurden Ansichten über Markenerlebnis, Markenbotschaften und die Frage gesammelt und erforscht, wie gut verschiedene Kategorien und Marken die Erwartungen der Verbraucher erfüllen. Während der Studie bewerteten die Befragten insgesamt 225 Marken. Die Marken wurden als repräsentatives Set ausgewählt, welches die Befragten in jedem der Länder am ehesten kennen und/oder verwenden würden.

 

Die komplette Studie finden Sie HIER.

Image · Huk-Coburg · Clear