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UnwetterQuelle: Raphael Reischuk / www.pixelio.de / Pixelio
Politik & Regulierung

GDV-Naturgefahrenreport: Schäden steigen, Sturm und Hagel dominierende Gefahr

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
"Der Wind, der Wind, das himmlische Kind", sagen Hänsel und Gretel als sie von der Hexe beim knabbern am Lebkuchenhaus erwischt werden. Offenbar ist der Wind aber kein braves Kind, sondern ein zorniger Balg, der zusammen mit Hagel für neun von zehn Schäden und einen steigende Schadenzahlen verantwortlich ist.

Naturgewalten haben 2017 insgesamt 2,9 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,5 Milliarden Euro) Versicherungsschäden verursacht. Davon verursachten rund 2,6 Milliarden Euro und damit 90 Prozent Sturm und Hagel, schreibt der GDV. Im Vorjahr lag dieser Anteil bei 1,6 Milliarden Euro; das entsprach rund 65 Prozent des Gesamtschadens. Gut 300 Millionen Euro Schäden richteten Starkregen und Hochwasser an.

 

"Wenige verheerende Stürme über weiten Teilen Deutschlands und viele lokale Unwetter mit Hagel und Starkregen prägen das Schadenjahr 2017. Es war erneut ein Jahr der extremen Ereignisse", sagte der Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Wolfgang Weiler, bei der Vorstellung des neuen Naturgefahrenreports.

 

Von den 2,9 Milliarden Euro Gesamtschaden entfallen auf die Sachversicherer Schäden an Wohngebäuden, Hausrat, Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft in Höhe von zwei Milliarden Euro. Die Kfz-Versicherer schulterten Schäden an Fahrzeugen in Höhe von 860 Millionen Euro. In der Langzeitbetrachtung seit 2000 verursachen alle Naturgewalten im Durchschnitt einen jährlichen Schaden von 2,6 Milliarden Euro.

 

Winterstürme von 2017/2018 mit außergewöhnlich hohen Schäden

 

Die Stürme des Winters 2017/2018 schlagen bei den Wohngebäudeversicherern bereits mit über 1,2 Milliarden Euro zu Buche. "Wir gehen davon aus, dass 2018 in die Liga der fünf schwersten Sturmjahre der letzten 20 Jahre fallen wird", sagte Weiler. Mehr als die Hälfte der Schäden geht auf das Konto der Stürme "Friederike" und "Burglind" im Januar 2018. Nur die Winterstürme "Lothar" (1999), "Jeanett" (2002) und "Kyrill" (2007) waren seit 1997 noch stärker als "Friederike".

 

Immerhin 93 Prozent der Hausbesitzer sind gegen Sturm- und Hagelschäden versichert. Einen Rund-um-Schutz fürs Haus haben jedoch lediglich 41 Prozent: Nur sie sind auch gegen weitere Naturgefahren wie Starkregen und Hochwasser abgesichert.

 

Ein ausführlicher statistischer Datenteil finden SIE HIER

GDV · Naturkatastrophe · Unwetter · Hagel · Sturmschäden
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