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Unternehmen & Management

Viel Sinn, wenig Geld: Ex-Ergo-Manager Endres gründet Jobbörse für nachhaltige Berufe

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Ergo Direkt war eine Erfolgsgeschichte. Erheblichen Anteil daran hat Peter Endres, der den Versicherer 15 Jahre lang führte und sogar das Werbegesicht der Marke war. „Das Wichtigste für mich war immer, dass alle Mitarbeiter am Montag zur Arbeit kommen und sich freuen“, sagt Endres im Interview mit der Gründerszene. Diesen Leitspruch will auf seine Stellen-Plattform „Good Jobs“ übertragen.

"Nachhaltige Jobs mit Sinn finden", lautet der Claim der Stellenbörse "Good Jobs". Auf dem Portal finden die Nutzer ausgewählte Stellenanzeigen, die anhand spezieller GoodJob-Kriterien geprüft werden. Ziel ist es, dass möglichst viele Menschen einen nachhaltigen oder sozialen Job finden, der ihnen auch in der Arbeit ein bewusstes Handeln ermöglicht.

Good Jobs gehört zur Impact Ventures Group in Berlin, die von David Diallo und Peter Endres, von 2003 bis 2013 CEO der heutigen Ergo Direkt Versicherungen. Weitere Tochterfirmen, die sich auf nachaltige Themen spezialisiert haben, sind: der Social Publish Verlag, der das Enorm-Magazin herausbringt, das Onlinemagazin Good Impact, Good Travel, Good Jobs, Good Events sowie Good News.

 

Was motiviert Endres in soziale Start-ups zu investieren?  "Ich habe davon geträumt, noch mal eine Firma aufzustellen und alles ein Stück besser zu machen. Ob bei Ergo Direkt oder jetzt bei GoodJobs – das Wichtigste für mich war immer, dass alle Mitarbeiter am Montag zur Arbeit kommen und sich freuen. Dass jeder Einzelne für seine Arbeit brennt und gerne im Unternehmen arbeitet. Das war bei einer Firma mit 2.000 Mitarbeitern nicht mehr so einfach. Es gibt immer die zehn Prozent, die nicht mitziehen. Bei GoodJobs können wir da noch mal ganz anders anfangen und sind auf einem guten Weg," erklärt der Manager der Gründerszene.

"Habe nie Lebensläufe angeschaut"

Für Endres sind die Menschen in großen Konzernen leider nur "Objekte". Dabei müssten sie natürlich "Subjekte" sein. Das bedeutet: "Wir machen etwas zusammen und wir sind alle auf Augenhöhe. Obwohl wir völlig andere Lebensläufe und Erfahrungen haben. Ich selbst habe mir vor Vorstellungsgesprächen bei Ergo Direkt nie Lebensläufe angeschaut. Klar, hat das die Personalabteilung vorgefiltert, aber ich wollte nie Noten wissen oder Zeugnisse sehen. Ich wollte schlichtweg die Person kennenlernen." Endres beobachtet, dass immer mehr Menschen das Gehalt im Job unwichtiger ist. Auch bei seinen Kindern. "Meinen Kindern ist es nicht mehr wichtig, die klassische Karriere zu machen. Früher war es viel wichtiger sagen zu können 'Ich arbeite bei Porsche oder Daimler' – das hat damals Eindruck gemacht."

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