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Märkte & Vertrieb

Unfallversicherer mit dürftiger PR-Präsenz

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
  Was leistet die Unfallversicherung im Kern? Das Marktforschungsinstitut research toot hat sich der Frage angenommen und festgestellt dass die Kernleistungen bei der Unfallversicherung lückenhaft angeboten werden, die Beratungs- und Hilfeleistungen allerdings großzügig. Zudem sei das Beitragsgefälle "beträchtlich". In der Kommunikation üben die Versicherer Zurückhaltung und büßen so Potenzial ein.

Die Portfolios von zehn analysierten Unfallversicherern umfassen zwischen zwei und drei Tarifvarianten, die mehrheitlich in Basis-, Komfort- und/oder Premiumversion strukturiert sind. Die 27 analysierten Tarife beinhalten zwischen zwei und zehn der insgesamt 15 Kernleistungen. Die Invaliditätsleistung ist dabei in allen Produkten enthalten. Zahlreiche weitere – auch wichtige – Leistungen werden nur "lückenhaft angeboten". Zusätzlich zu den Kernleistungen bieten die Versicherer eine Fülle von durchschnittlich 8,2 Beratungs- und Hilfeleistungen. Hier offerieren Versicherer neben juristischer Erstberatung auch eine Pflegeplatzgarantie.

 

Zehn Nutzerprofile machen die Konditionen der Versicherer vergleichbar. Danach liegt der teuerste Beitrag im Durchschnitt um das 3,2-fache über dem günstigsten. Vier der zehn untersuchten Versicherer sind in mindestens einem Nutzerprofil günstigster Anbieter. Ammerländer und Häger bieten am häufigsten den niedrigsten Beitrag.

 

"Vergleichsportale brauche ich nicht"

 

In Vergleichsportalen ist nur die Hälfte der zehn Unfallversicherer präsent, darunter ein Großteil der Direktversicherer, erklärt die Studie.  Für einige Anbieter scheint die Präsenz in Vergleichsportalen oder Suchmaschinen nachrangig. So finden sich nur wenige der zehn analysierten Versicherer in Suchmaschinen auf den ersten Suchergebnisseiten. In Suchmaschinen punkten vor allem ADAC, Allianz und Cosmos Direkt mit einer Kombination aus Anzeigen und Suchtreffern.

 

Weitere Kommunikationsmaßnahmen werden "häufig vernachlässigt" oder "allenfalls sporadisch eingesetzt." Mit einer Summe von 360.000 Euro an Werbeausgaben ist bei den Versicherern noch reichlich Luft nach oben. Mittels durchschnittlich 2,8 unfallversicherungsrelevanten Postings in den Social Media und 0,4 Pressemitteilungen pro Anbieter innerhalb von zwölf Monaten fällt die PR-Präsenz insgesamt" recht dürftig aus".

 

Weitere Informationen zur Studie

Schaden- und Unfallversicherung · Public Relations · Marketing · Zusatzleistungen
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