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Skyline SydneyQuelle: Ulla Ttrampert/ PIXELIO/ www.pixelio.de
Unternehmen & Management

Kahlschlag bei australischer Freedom Insurance

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der australische Versicherer Freedom reduziert seine unternehmerischen Aktivitäten massiv. Der direkte Produktvertrieb wird ausgesetzt. Über 60 Prozent der Arbeitskräfte müssen gehen. Ebenso verlassen Chief Executive Officer Keith Cohen und Chief Financial Officer Jenny Andrews die Firma. Grund für den Paukenschlag ist das im Visier der Aufseher stehende Geschäftsmodell sowie erschreckende Enthüllungen. U.a. wird Freedom vorgeworfen, Versicherungen an einen Mann mit Down-Syndrom verkauft zu haben. 

Das Geschäftsmodell von Freedom, das darin besteht, Lebensversicherungen via Call Center zu vertreiben, wurde zuletzt von der australischen Aufsicht stark in Frage gestellt. Die Lage hat sich für das Unternehmen immer weiter zugespitzt, Restrukturierungen wurden unvermeidbar.

 

Nun gab der 2009 gegründete Versicherer bekannt, die Akquise von Neuverträgen sofort einzustellen - Service und Betreuung bestehender Policen sollen nach Angaben von Reuters aufrechterhalten werden. Die Zahl der Mitarbeit soll künftig von 200 auf 90 fallen. Die Kosten für den massiven Kahlschlag belaufen sich auf rund 4,8 Millionen australische Dollar.

 

Chief Executive Officer Keith Cohen und Chief Financial Officer Jenny Andrews verlassen den Versicherer. Craig Orton rückt als neuer Vorstandschef nach oben.

 

Die Maßnahmen sollen nach Angaben von Reuters die jährlichen operativen Kosten um 15 Millionen Dollar senken. Die Restrukturierung sei in bestem Interesse mit Aktionären, Versicherten und Geschäftspartnern, heiß es von Unternehmensseite.

 

Anfang September sind die Freedom-Aktien um mehr als ein Drittel gefallen. Über das Gesamtjahr 2018 hinweg fiel der Wert von 78 Cent auf 13 Cent.