Bessere Finanzierung der PKV durch Tarifvergleich
Bessere Finanzierung der PKV durch TarifvergleichQuelle: Thorben Wengert / www.pixelio.de / PIXELIO
Unternehmen & Management

Ottonova kontert Medienschelte: "Werden einen der besten Beiträge haben"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Eine Bewertung ist auch in der PKV oft Auslegungssache. Kürzlich meldete ein Finanzmedium, dass Ottonova oft nur "nur unterdurchschnittliche Leistungen und Prämien" biete. Das Unternehmen sieht das anders und setzt zum Gegenschlag an.

Bei der Einschätzung der Leistungsfähigkeit der Tarife bezog sich boerse-online auf eine Analyse des Analysehauses KVpro.de. Untersucht wurden "der jeweils leistungsstärkste Tarif eines Anbieters in vier Kategorien". Das Ergebnis war, dass Ottonova bei einem Selbstbehalt zwischen einem und 1000 Euro bei den Leistungen "auf dem 19. von 28 Plätzen" liegt. Weiterhin gebe es "erhebliche Schwächen" bei den Leistungen rund um die Zähne und bei Zahlungen für Privatkliniken.

Bei den Prämien würde sich der digitale Versicherer auf dem 15. Rang einreihen. Bei einem Selbstbehalt von mehr als 1000 Euro liege Ottonova bei den Leistungen "auf dem 12. von 22 Plätzen".

 

Ottonova antwortet

 

Die Kritik am Tarifwerk möchte Bernhard Brühl, Aktuar und Vorstand von Ottonova, nicht auf sich sitzen lassen, er sagt: "In der Bewertung von KVPro wurden soweit wir es einschätzen können nur die Minimal-Leistungssätze der jeweiligen Tarife berücksichtigt und zur Bewertung herangezogen. Das hieße, dass im Bereich des Zahnersatzes eine Kostenerstattung von 60 Prozent als Grundlage genommen wurde. Unser First Class Tarif deckt allerdings bis zu 90 Prozent der Kosten ab. Voraussetzung dafür ist die Inanspruchnahme einer professionellen Zahnreinigung einmal pro Jahr – diese ist zwei Mal im Jahr jeweils bis zu 125 Euro von unserem Tarif abgedeckt."

 

Zu hohe Prämien? " Werden den einen der besten Beiträge haben"

 

Den Vorwurf von zu hohen Beiträgen weist Brühl von sich: "Ottonova ist in einer Niedrigzins-Phase gestartet. Unsere Tarife sind vorausschauend mit einem Rechnungszins von 1.25 Prozent berechnet, wohingegen der Durchschnitt im Markt bei 2.8 Prozent liegt. Dieser Unterschied von 1.5 Prozent entspricht einem Beitragsunterschied von ca. 15 Prozent." 

Der Rechnungszins werde sich über die nächsten Jahre zwangsläufig dem Markt angleichen. Wenn dies geschieht, "werden wir einen der besten, wenn nicht sogar den besten Beitrag am Markt haben", erklärt Bühl selbstbewusst.

 

Der Fairness halber sei angemerkt, dass Ottonova bei einem Assekurata-Rating im letzten Jahr für den Tarif "First Class Topschutz" eine 1,2 erhielt, für den Tarif Business Class Komfortschutz eine 1,1.

Das bedeutet natürlich nicht, dass das Rating von Assekurata wichtiger oder besser wäre als das von KVPro, nur das ein Rating davon abhängt, welche Prioritäten man bei der Bewertung setzt. Es ist also in gewissem Maße Auslegungssache.

Ottonova · PKV · Assekurata · Vergleich
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