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Politik & Regulierung

DIA-Studie: Besonders Grünen-Wähler fordern Mindestrente

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Zwei Drittel der Deutschen sind für die Einführung einer Mindestrente. Lediglich 14 Prozent sprechen sich klar dagegen aus. Das ergab eine Umfrage im Rahmen des DIA Deutschland-Trend. Die Zustimmung zur Mindestrente steigt mit dem Alter, wobei sich in allen Altersgruppen eine Mehrheit findet.

Mit der Umfrage wurden verschiedene Vorschläge, die zur Rentenpolitik derzeit diskutiert werden, zur Abstimmung gestellt: Neben dem Vorschlag zur Einführung einer Mindestrente auch eine Höherwertung der Beiträge von Geringverdienern, da diese eine kürzere statistische Lebenserwartung haben und damit weniger Jahre Rente beziehen. Für einen höheren Rentenanspruch aus Beiträgen von unterdurchschnittlich Verdienenden plädierten 38 Prozent der Befragten.

 

Die Zustimmung zur Mindestrente steigt mit dem Alter, wobei sich in allen Altersgruppen eine Mehrheit findet. Während 55 Prozent der 18- bis 24-Jährigen die Einführung einer solchen Untergrenze in der gesetzlichen Rente befürworten, erhöht sich der Anteil auf 72 Prozent unter den 55- bis 64-Jährigen.

 

Am stärksten treten erwartungsgemäß die rentennahen Jahrgänge für eine solche Regelung ein. Im Osten Deutschlands sind die Befragten etwas häufiger dafür als im Westen (73 zu 65 Prozent). Auch unter den Wählern aller Parteien ist eine mehrheitliche Zustimmung zu finden. Am höchsten liegt sie unter den Wählern von Bündnis 90/Die Grünen (80 Prozent), am niedrigsten unter den FDP-Wählern (56 Prozent).

 

Auch bei der Höherwertung von Beiträgen unterdurchschnittlich verdienender Versicherter liegt die Zustimmung in den rentennahen Jahrgängen am höchsten (49 Prozent). Für die Beibehaltung des derzeit geltenden Äquivalenzprinzips in der gesetzlichen Rentenversicherung, wonach die Höhe der Rente sich streng nach den geleisteten Beiträgen richtet, spricht sich nur etwas mehr als ein Fünftel der Befragten aus (22 Prozent).

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