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Ergo beseitigt "Doppelstrukturen"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Lebensversicherung ist nicht tot, digitalisierte Entscheidungen sind objektiver und Beschäftigte brauchen Sicherheit; das sagt Achim Kassow, Vorstandsvorsitzender der Ergo Deutschland AG und erklärt, warum der Umbau der Ergo schmerzte.

Kein Produkt kann so flexibel und langfristig wie die Lebensversicherung Einkommen absichern, erklärt der Vorstand gegenüber der Augsburger-Allgemeine. Die Produkte müssten allerdings so konzipiert werden, dass Kunden damit in "unterschiedlichen Lebenssituationen" klarkommen. Die Ergo sei überzeugt, dass kapitalmarktorientierte Produkte ein "hervorragendes Ergebnis" bieten.

 

Kassow ist neben der LV auch ein Freund von Algorithmen. Angesprochen auf die neuen Entscheidungsmöglichkeiten bei versicherungsrelevanten Entscheidungen sagt er, dass sich Kunden wünschen, dass Entscheidungen nach "stets nachvollziehbaren Kriterien gefällt werden", nicht nach subjektiven Einschätzungen.

Schlussendlich wären automatisierte und digitalisierte Prozesse objektiver, "Algorithmen helfen unseren Mitarbeitern, schnellere und bessere Entscheidungen zu treffen", erklärt der Ergo-Vorstand.

 

Nach vorne

 

Das letzte Geschäftsjahr hat die Ergo mit Gewinn abgeschlossen, dafür waren und sind harte Entscheidungen nötig gewesen, wie Kassow bestätigt: "Wir müssen in Deutschland rund 2000 von etwa 16 000 insgesamt Arbeitsplätzen abbauen." Drei Viertel dieses Weges wären schon bewältigt.

 

Der Abbau sei notwendig gewesen, weil wegen der großen Verwaltungseinheiten, unter anderem musste die Hamburg-Mannheimer und Victoria integriert werden, "einige Doppelstrukturen" entstanden sein. Jetzt möchte die Ergo aber nach vorne gehen und hat dafür mit Betriebsräten und Gewerkschaften einen sozialen Ordnungsrahmen eingerichtet.

 

"Wir haben Reihe von Eckpfeilern gesetzt, die den Beschäftigten Sicherheit geben sollen", erklärt Kassow. Bis Ende 2020 werde auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet und auch die Zahl der Regionaldirektionen nicht verringert, wenn diese ihre Neugeschäftsziele nicht wesentlich verfehlen. Die Zahl der Auszubildenden werde verdoppelt.

Achim Kassow · Ergo · Digitalisierung
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