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Marc Michallet will Aktienquote der R+V weiter steigern

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Arbeit eines Finanzchefs ist in der Niedrigzinsphase nicht die dankbarste. Marc Michallet, Vorstand für Finanzen und Kapitalanlagen, hat in einem Interview über Aktien, Gefahren für den Kapitalmarkt und alternative Anlageformen gesprochen. Die Aktienquote der R+V soll steigen, allerdings langsamer als geplant.

Der genossenschaftlich organisierte Versicherer gehört zu den Freunden der Aktie und will das auch bleiben, erklärt Michallet: "Wir haben auf Konzernebene eine relativ hohe Aktienquote von rund acht Prozent – und an der halten wir auch fest. Wir sind ein überzeugter Investor in Aktien und wollen deren Anteil weiter leicht aufstocken um etwa einen halben Prozentpunkt in diesem Jahr." Allerdings scheint die Liebe zu den Wertpapieren aktuell etwas abgekühlt zu sein, denn der Versicherer geht bei der Aufstockung "jetzt etwas langsamer vor, als wir das noch Anfang des Jahres gedacht hätten". Dennoch werde man bei der Anlagestrategie nicht hektisch den Zuckungen der Dax-Kurve folgen, erklärt er gegenüber dem Handelsblatt.

 

Mit einem Crash rechnet Michallet nicht, denn die Fundamentaldaten sehen "ganz gut aus". Allerdings gäbe es politische Faktoren, "die den Markt unvorhergesehen bewegen können" und nennt Trump, Brexit und die Zinspolitik im Euro-Raum als Beispiele. Eine "heftigen Korrektur" könne daher nicht ausgeschlossen werden, "wenn die Dinge unglücklich laufen".

 

Alternative Anlageformen

 

Bei alternativen Geldanlagen geht die R+V ihren eigenen Weg, wie der Finanzchef erklärt: "Wir haben uns entschieden, nicht einfach in bestehende Fondsstrukturen zu investieren, wir haben unser eigenes Vehikel aufgesetzt und gehen zum Beispiel bei dem Thema Infrastrukturfinanzierungen in Kooperationsvereinbarungen." Mit dieser Lösung könne man das Tempo selbst bestimmen, die Transparenz erhöhen und nur investieren, "wenn die Banken einen Teil des Investments auf der eigenen Bilanz behalten". Das sei wichtig, "um die Kontrolle zu behalten" und nicht in der "Informationskette benachteiligt zu werden".

 

Marc Michallet
Marc MichalletQuelle: R+V
R+V · Kapitalanlagegeschäft · Marc Michallet
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