Quelle: Basler
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Basler streicht irreführende Formulierung zu LV-Verträgen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Auf Initiative des für Versicherungen zuständigen Marktwächter-Teams der Verbraucherzentrale Hamburg soll die Basler Versicherung ein Schreiben an ihre Lebensversicherungskunden überarbeitet haben. Die Verbraucherschützer hatten den Versicherer dafür kritisiert, ihre Kunden in diesen Schreiben zur Aufgabe ihrer Lebensversicherungsverträge bewegen zu wollen. Schon 2016 hatten die Marktwächter davor gewarnt, den Kündigungsempfehlungen dieser Unternehmen zu folgen.

Auf irreführende Art und Weise habe die Basler Versicherung aus Sicht der Marktwächter seit 2016 über 1.700 Kunden in einem Schreiben auf das Erreichen der Abrufphase ihres Lebensversicherungsvertrags hingewiesen.

 

In einer Passage des Anschreibens hieß es: „… nun ist es so weit: Ihre Versicherung läuft ab und der Auszahlungsbetrag steht in Kürze für Sie bereit.“ Tatsächlich lief in einem den Marktwächtern vorliegenden Fall die Versicherung erst 2026 ab. Es begann lediglich die Abrufphase, die eine stornofreie Verfügbarkeit des Kapitals ermöglicht. Das habe der Versicherer allerdings nicht ausreichend klar gemacht.

 

„Die Möglichkeit, den Vertrag bis zum vereinbarten Ablaufdatum regulär fortzusetzen, spiegelte sich im Schreiben der Basler nicht wider“, kritisiert Teamleiterin Sandra Klug. „Vielmehr suggerierte diese Formulierung aus unserer Sicht, die Versicherung sei vertragsgemäß beendet und der Auszahlungsbetrag abzurufen.“ Auf die Kritik der Verbraucherschützer hat der Versicherer nun reagiert. „Die Basler hat sich kooperativ gezeigt und die kritischen Formulierungen nach eigener Aussage geändert“, lobt Klug.

 

Das Hamburger Marktwächter-Team indes bleibt hartnäckig. Es will herausfinden, ob es noch weitere Versicherer gibt, die mit derartigen Schreiben ihre Kunden zur Aufgabe von Verträgen bewegen wollen. Dazu werden Verbraucher um ihre Mithilfe gebeten. „Je mehr Verbrauchererfahrungen uns zu den Geschäftspraktiken einzelner Versicherer vorliegen, desto wirksamer und gezielter können wir dagegen vorgehen“, erläutert Klug.

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