Neue Rechengrößen für die Sozialversicherung.
Neue Rechengrößen für die Sozialversicherung.Quelle: Thorben Wengert / PIXELIO (www.pixelio.de)
Politik & Regulierung

Rechengrößen 2019: Der Weg in die PKV wird wieder etwas schwerer

Von Manfred BrüssTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat jetzt den Referentenentwurf für die Verordnung über maßgebende Rechengrößen der Sozialversicherung 2019 veröffentlicht. Dabei wird die Hürde für einen Wechsel von der gesetzlichen Krankenversicherung zur privaten Krankenversicherung (PKV) durch die Anhebung der Versicherungspflichtgrenze auf 60.750 (59.400) Euro weiter erhöht.
In der GKV steigt nach dem Entwurf, der noch von der Bundesregierung und abschießend vom Bundesrat beschlossen werden muss, die bundeseinheitliche Beitragsbemessungsgrenze auf 54.450 (53.100) oder 4.537,50 (4.425) Euro im Monat. Die Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung wird für die alten Bundesländer auf 6.700 (6.500) Euro im Monat angehoben. Die Beitragsbemessungsgrenze in den neuen Bundesländern wird stärker auf 6.150 (5.800) Euro im Monat erhöht.
Die Rechengrößen für die neuen Bundesländer würden dann erstmals unter Berücksichtigung des Rentenüberleitungsgesetzes festgelegt. Danach wird der Rentenwert Ost bis zum Jahr 2025 auf die Westwerte angeglichen. An den im Referentenentwurf ausgeführten Änderungen bei den Rechengrößen dürfte sich nichts mehr ändern, denn die Werte werden auf Grundlage klarer gesetzlicher Bestimmungen festgelegt. Basis für die Berechnungen ist die Einkommensentwicklung im Jahr 2017. Im Bundesgebiet waren die Einkommen insgesamt um 2,52 Prozent gestiegen, in den alten Bundesländern um 2,46 Prozent und in den neuen Bundesländern um 2,83 Prozent.
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