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Ehemaliger Allianz-Betrugsspezialist muss in Haft

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Betrugsfall des Ex-Allianzers Eric B. sorgte in den vergangenen Monaten für einen gewissen medialen Wirbel. Über mehrere Jahre hinweg hatte der Betrugsspezialist selbst zahlreiche Schadenfälle fingiert und angebliche Anwälte erfunden, um so eine Summe von mehr als zwei Mio. Euro auf das eigene Konto abzuzweigen. Nun wurde er vom Landgericht Köln zu einer Haftstrafe von vier Jahren und zwei Monaten wegen besonders schwerer Untreue in 371 Fällen verurteilt.
Dabei soll ihm zugute gekommen sein, dass er  frühzeitig ein Geständnis abgelegt und während der Ermittlungen von sich aus Informationen preisgegeben hatte, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Bis zum Antritt der Haftstrafe soll Eric B. indes auf freiem Fuß bleiben, da die Richter keine Fluchtgefahr sehen. Zudem habe er gute Aussichten, dass ein Teil der Strafe wegen seiner bisherigen Kooperationsbereitschaft zur Bewährung ausgesetzt wird. In jedem Falle wird B. den angerichteten Schaden an die Allianz zurückzahlen müssen. Wieviel der Versicherer hingegen tatsächlich zurückbekommen wird, ist hingegen noch offen.
Vom unterschlagenen Geld soll mit Ausnahme eines kreditfinanzierten Einfamilienhauses, das zur Hälfte der "Noch"-Ehefrau gehört nichts mehr übrig sein. Hinzu kamen: Teure Autos, mehrere Immobilien, eine Ex-Geliebte, die er über zweieinhalb Jahre an den Wochenenden auf Mallorca besuchte und kostspielige Hobbys. So gingen die "Noch"-Ehefrau und zwei Kinder dem Pferdesport nach und er selbst golfte. Hinzu kamen Schulgelder für die beiden Kinder, die dem Unterricht auf Regelschulen nicht folgen konnten, sowie die großzügige Unterstützung der zukünftigen Ex-Gattin.
Allianz · Versicherungsbetrug · Landgericht Köln
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