Riester-Rente
Riester-RenteQuelle: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / PIXELIO (www.pixelio.de)
Politik & Regulierung

Zahl der Riesterverträge steigt nur geringfügig

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Bundesregierung hat jüngst neue Zahlen zur Entwicklung der Riester-Rente in Deutschland vorgelegt. Demnach ist die Zahl der Verträge im ersten Quartal des Jahres geringfügig auf 16,58 Millionen Verträge gestiegen. Zum Vergleich: Im dritten Quartal 2017 waren e 16,53 Millionen Policen. Davon werden rund 80 Prozent bespart.
Wie aus einer Kleinen Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion hervorgeht, handelte es sich bei den meisten Riester-Policen (rund elf Millionen) um Versicherungsverträge. Mit deutlich Abstand folgen dahinter Investmentfonds-Verträge (3,2 Millionen), Wohnriesterverträge (1,7 Millionen) und Banksparverträge (715.000). Der durchschnittliche Gesamtbetrag im Jahr 2014 betrug demnach etwa 931 Euro pro Vertrag. Bei den Versicherungsverträgen lag der Betrag mit etwa 885 Euro leicht unter dem Schnitt. Der höchste durchschnittliche Gesamtbeitrag je Vertrag fließt in Pensionskassen mit 1.316 Euro. Die Gesamzbeträge beliefen dabei nach Angaben der Bundesregierung auf rund elf Mio. Euro.

Dabei scheint die Riester-Rente durchaus auch ein gewisser Kostenfaktor zu sein. Wie die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) mitteilte, wurden allein im Jahr 2016 rund  143 Mio. Euro aufgewendet. Zudem arbeiteten im gleichen Jahr insgesamt 1.510 Menschen bei der ZfA. Die Höhe der Bürokratiekosten vermochte die Bundesregierung hingegen nicht einzuschätzen. Dennoch zieht die ZfA eine positive Bilanz: "Die Nutzen der steuerlichen Förderung für den Aufbau einer kapitalgedeckten Zusatzrente überwiegt deutlich den mit dem Förderverfahren verbundenen Aufwand", heißt es in der Anfrage.

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