Hagia Sophia in Istanbul
Hagia Sophia in IstanbulQuelle: Reiner Schedl / PIXELIO (www.pixelio.de)
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Atradius: Zahlungsmoral in Osteuropa lässt nach

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Zahlungsmoral in Osteuropa und der Türkei dürfte den Unternehmen hierzulande im kommenden Jahr zunehmend Sorgen bereiten. Demnach dürfte das Wachstum der Volkswirtschaften in Osteuropa 2019 um 2,5 Prozent zurückgehen - nach bereits 3,0 Prozent im laufenden Jahr. Die Gründe dafür liegen vor allem in der nachlassenden regionalen Konjunktur und eine Abkühlung des von der Eurozone angetriebenen Exporthandels. Die Folge: Die Liquidität osteuropäischer Unternehmen wird weiter belastet und das Kreditrisiko für Lieferanten wird höher. Zu diesem Ergebnis kommt das neue Atradius Zahlungsmoralbarometer für Osteuropa, für welches rund 1.400 Unternehmen in Bulgarien, Polen, Rumänien, Ungarn, Tschechien, der Slowakei und der Türkei befragt wurden.

So geht derzeit jedes vierte befragte Unternehmen davon aus, dass die Forderungslaufzeit in den nächsten zwölf Monaten steigen wird. Lediglich 13 Prozent der Teilnehmer erwarten im gleichen Zeitraum einen Rückgang ihrer Forderungslaufzeiten. Besonders besorgt zeigen sich dabei vor allem die Unternehmen in der Türkei (43 Prozent) und in Rumänien (30 Prozent). " Mit einem BIP-Plus von 3,2 Prozent verspricht 2018 ein weiteres starkes Wachstumsjahr zu werden. Dies ist der höchste Stand seit 2011. Für die exportorientierten osteuropäische Unternehmen verschlechtern sich jedoch die Aussichten auf langfristiges wirtschaftliches Wachstum, da sie eng in die europäischen Lieferketten eingebunden sind. Eine Verlangsamung der globalen Wirtschaft könnte zu strukturellen Problemen führen, was sich besonders stark auf die osteuropäische Wirtschaft auswirken und ihr Wachstum beeinträchtigen könnte. Dadurch würden sich die Forderungsrisiken erhöhen", konstatiert Andreas Tesch, Chief Market Officer von Atradius.

Sorgen bereitet den Unternehmen auch die aktuelle Weltwirtschaft. Während Atradius für 2018 ein Wachstum von 3,2 Prozent prognostiziert, t rüben der Protektionismus und die Geldpolitik der USA, die Abkühlung der chinesischen Wirtschaft sowie ein signifikant steigendes geopolitisches Risiko den Ausblick bei den befragten Unternehmen. 37,7 Prozent gehen daher davon aus, dass der anhaltende Protektionismus in den nächsten sechs Monaten zu einem Handelskrieg eskaliert. In der Türkei rechnen gar 53,1 Prozent der befragten Unternehmen darin ein beträchtliches Geschäftsrisiko.
Atradius · Kreditversicherer · Osteuropa · Türkei
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