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Weshalb sind Investmentfonds für die Altersvorsorge unverzichtbar?

Von Charles NeusTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Lebenserwartung der Menschen in Deutschland steigt. Gleichzeitig haben viele Bürger noch immer erheblichen Verbesserungsbedarf bei der langfristigen persönlichen Finanzplanung. Daher lohnt es sich, über die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zu informieren. Auch eine Mehrheit der politischen Entscheidungsträger ist sich darüber einig, dass neue, investmentbasierte Lösungen sinnvoll sind und gefördert werden müssen. Und zwar nicht nur in Deutschland, sondern überall in Westeuropa.

Die Bedeutung des Staats geht zurück

Bislang basiert die Altersvorsorge viel zu stark auf der staatlichen Komponente. Dabei stehen mit betrieblicher und privater Vorsorge noch zwei weitere Säulen zur Verfügung. Doch klar ist: Dieses Ungleichgewicht wird auf Dauer keinen Bestand haben. Denn in Zukunft wird der Gesetzgeber nicht mehr als Vorsorgestaat auftreten, weil dies die öffentliche Finanzlage nicht länger zulässt.

Schon heute steht fest: Aus der staatlichen Altersvorsorge werden nur diejenigen Versicherten, die schon lange ins System eingezahlt haben, noch auskömmliche Rückflüsse beziehen. Aber selbst wer jetzt Mitte 40 ist, sollte sich darauf allein besser nicht vollständig verlassen.

Die Altersvorsorge der Zukunft verbindet mehrere Komponenten

Moderne Ruhestandsplanung sollte sowohl der betrieblichen als auch der privaten Säule eine viel stärkere Bedeutung zumessen. Bei der erstgenannten Komponente hat die Bundesregierung mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz eine entscheidende Reform auf den Weg gebracht: Arbeitgeber sollen ab sofort aus der Haftung entlassen werden können. In solchen Fällen legen Arbeitgeber und Arbeitnehmer fest, dass nur noch die eingezahlten Beiträge zugesagt werden, es bei der Verzinsung jedoch keine Garantie gibt. Das bedeutet: Der Ertrag der Einlagen fällt variabel aus und hängt davon ab, welche Wertentwicklung damit an den Kapitalmärkten erzielt wird. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, fondsbasierte Altersvorsorge-Lösungen stärker voranbringen zu können.

Bei der privaten Eigenvorsorge ist die Entwicklung ähnlich: Angesichts der aktuellen Mini-Zinsen geht es weg von den tradierten Garantieprodukten und hin zu Investmentfonds, ohne die heute keine solide Altersvorsorge mehr funktioniert. Konkret sind Modelle denkbar, bei denen nicht mehr 100 Prozent Rückzahlung garantiert werden, sondern beispielsweise nur 80 Prozent. Weniger Garantie bedeutet zwar mehr Risiko, aber auch mehr Renditepotenzial. Denn nur so lassen sich die Möglichkeiten am Kapitalmarkt sinnvoll nutzen, die höhere Ertragsaussichten bieten und unserer Überzeugung nach die klar bessere Option für eine moderne Altersvorsorge sind.

Digitalisierung in der Altersvorsorge auf dem Vormarsch

Neue Möglichkeiten auch für Altersvorsorge-Lösungen ergeben sich durch Digitalisierung. Daher diskutieren wir aktuell mit Versicherern und deren Vertriebsorganisationen ausführlich über digitale Altersvorsorge. Viele Vermittler stehen diesem Thema grundsätzlich positiv gegenüber, wenn die Digitalisierung ihre Arbeit erleichtert und ihren Kunden durch effiziente Datenunterstützung einen Mehrwert liefert. Als innovativer Asset Manager sehen wir uns hier als strategischer Partner und sind dazu in der Lage, gemeinsame Digitalangebote zu entwickeln und unsere Markt- und Investmentexpertise sinnvoll einzubringen.

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