Quelle: HSH Nordbank
Unternehmen & Management

D&O-Versicherer zahlt 50 Mio. Euro an HSH Nordbank

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die HSH Nordbank soll von der Managerhaftpflicht ihrer früheren Vorstände und Ex-CEO Dirk Jens Nonnenmacher 50 Mio. Euro erhalten haben. Im Gegenzug muss die Bank zusichern, nicht weiter zivilrechtlich gegen ihre ehemaligen Führungskräfte vorzugehen, berichtet die Wirtschaftswoche.

Vor der Finanzkrise 2007 hatten die ehemaligen Vorstände um Hans Berger und Dirk Jens Nonnenmacher mit ihren Unterschriften das riskante 2,4 Milliarden-Euro-Geschäft genehmigt, das inzwischen als "Omega 55" bekannt ist. Bei den komplexen Geschäften mit der französischen Bank BNP Paribas wurden Immobilienrisiken aus der Bilanz der HSH Nordbank in eine Zweckgesellschaft ausgelagert und gleichzeitig die Liquidität der Bank gestärkt. Im Gegenzug übernahm die HSH Nordbank Risiken für Wertpapiere der französischen Großbank. Das verursachte bei der Bank einen Schaden von 30 Mio. Euro.

Weil die Dokumente über die Geschäfte alle auf Englisch waren, dauerte es vier Jahre bis zur Prozesseröffnung. Mit Hans Berger, Dirk Jens Nonnenmacher, Peter Rieck, Jochen Friedrich, Bernhard Visker und Hartmut Strauß stand 2013 erstmals in Deutschland ein kompletter früherer Bankvorstand vor Gericht. Vorwurf: Untreue und Bilanzfälschung. Alle Angeklagten wurden freigesprochen. Zwar hätten sie ihre Pflichten verletzt, aber diese Pflichtverletzung sei nicht gravierend genug für eine Verurteilung. 2016 hob der Bundesgerichtshof (BGH) das Urteil auf, der Prozess musste komplett neu aufgerollt werden. 

Nun die Einigung: Der D&O-Versicherer der Bank zahlt 50 Mio. Euro. Im Gegenzug muss die HSH Nordbank zusichern, nicht weiter zivilrechtlich gegen ihre ehemaligen Führungskräfte vorzugehen. Das erfuhr die Wirtschaftswoche aus Aufsichtsratskreisen. Wie das Magazin in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, hat sich die Bank bereits vor Monaten mit der Versicherung geeinigt. Das Geld ist allerdings bis heute nicht geflossen. Hierfür fehlt noch die Zustimmung der Bundesländer Schleswig Holstein und Hamburg, denen die Bank gehört.

Auch interessant
Zurück
20.05.2019VWheute
Posch: "Wir sind Pionier bei Netto­ta­rifen" Der Lebensversicherer Prisma Life hat im letzten Jahr gut verdient. Rund 5,3 Mio. betrug der …
Posch: "Wir sind Pionier bei Netto­ta­rifen"
Der Lebensversicherer Prisma Life hat im letzten Jahr gut verdient. Rund 5,3 Mio. betrug der Jahresüberschuss Ende 2018. Wachstumstreiber waren dabei vor allem die Nettotarife. VWheute hat exklusiv mit Verwaltungsratschef Helmut Posch …
08.05.2019VWheute
Mehr­wert­steu­er­mo­delle kosten den Fiskus rund 50 Mrd. Euro Steuerbetrug ist spätestens seit dem Cum-Ex-Skandal nichts neues mehr. Dabei nimmt …
Mehr­wert­steu­er­mo­delle kosten den Fiskus rund 50 Mrd. Euro
Steuerbetrug ist spätestens seit dem Cum-Ex-Skandal nichts neues mehr. Dabei nimmt grenzüberschreitende Umsatzsteuerbetrug allem Anschein nach ähnliche Ausmaße an,wienun Recherchen des ZDF sowie Recherchezentrum…
26.02.2019VWheute
SV zieht Bilanz: Gebäu­de­ver­si­cherer knackt erst­malig 50 Millionen-Marke  Die SV Sparkassenversicherung ist mit dem Geschäftsjahr …
SV zieht Bilanz: Gebäu­de­ver­si­cherer knackt erst­malig 50 Millionen-Marke 
Die SV Sparkassenversicherung ist mit dem Geschäftsjahr zufrieden. Die Lebensversicherung laufe sehr gut in der Altersvorsorge gegen laufenden Beitrag, verzeichne aber einen Rückgang der …
28.01.2019VWheute
DAI: Rendite-Dreieck für 50 Jahre Akti­en­an­lage "Anleger sollten sich von dem Kursrückgang an der Börse nicht nervös machen lassen, denn langfristig…
DAI: Rendite-Dreieck für 50 Jahre Akti­en­an­lage
"Anleger sollten sich von dem Kursrückgang an der Börse nicht nervös machen lassen, denn langfristig waren und sind Aktien eine attraktive Geldanlage mit beherrschbarem Risiko.“ Das ist die "Botschaft des Deutschen Aktieninstituts…
Weiter