Frank Schäffler
Frank SchäfflerQuelle: Privat
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Provisionsdeckel: Eingriff ist "nicht begründbar"

Von Manfred BrüssTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Finanzausschuss des Deutschen Bundestags berät über die Evaluierung des Lebensversicherungsreformgesetzes (LVRG) durch das Bundesfinanzministerium (BMF). Darin wird ein Provisionsdeckel gefordert, ohne aber eine Höhe zu nennen. Für den Vorsitzenden der FDP-Arbeitsgruppe Finanzen, Frank Schäffler, ist dies der falsche Weg. Schäffler sprach gegenüber VWheute von einem tiefen Eingriff in die Vertragsfreiheit. "Ich halte den Eingriff für nicht begründbar."
Ein Provisionsdeckel beim Vertrieb von Lebensversicherungen würde das funktionierende System der Versicherungsvermittlung durch Makler, Mehrfachagenten, Einfirmenvermittlern und Honorarberatern zerstören. Für Makler und Mehrfachagenten wäre die Deckelung ein schwerer Schlag. "Ich vermute, dass das SPD-geführte BMF die CDU/CSU mit der Provisionsdeckelung erpressen will", sagte Schäffler in dem Gespräch. Denn auf der anderen Seite brauchten die Unternehmen beim Aufbau der Zinszusatzreserve (ZZR) eine Entlastung. "Am Ende wird es wohl einen faulen Kompromiss geben - jedoch zulasten der Makler und Mehrfachagenten." Schäffler sprach sich für eine öffentliche Expertenanhörung durch den Finanzausschuss aus, die im Zweifel von der FDP-Fraktion beantragt werde.
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