Quelle: Allianz Deutschland
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Autostrade-Verstaatlichung: Allianz kann auf Entschädigung seines Investments hoffen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die populistische Regierung in Rom zieht die Konsequenz aus dem Einsturz einer Autobahnbrücke über die A10 in Genua und will den Mautstraßen-Betreiber Autostrade per l’Italia verstaatlichen. Unter den derzeitigen privaten Investoren befindet sich ein Konsortium aus Allianz, EDF Invest und DIF, die einen Anteil von 6,94 Prozent an Autostrade halten. Der Anteil der Allianz an dem Konsortium beträgt 60 Prozent Rom verspricht jedoch die privaten Investoren auszuzuahlen. Den Versicherungsschaden an der Autobahnbrücke muss die Allianz dennoch decken.

Derzeit liegen 88 Prozent an Autostrade bei der Infrastruktur-Holding Atlantia, die von der Unternehmerfamilie Benetton beherrscht wird. Als der chinesische Investor Silk Road Fund fünf Prozent aufkaufte und die Allianz einstieg war das Unternehmen mit 15 Mrd. Euro bewertet. Autostrade betreibt rund 3.000 Kilometer Mautstraßen und damit einen Großteil des italienischen Autobahnnetzes. Bei dem Einsturz einer Autobahnbrücke im norditalienischen Genua sind Mitte August mindestens 42 Menschen ums Leben gekommen. Die italienische Regierung machte  den Autobahnbetreiber für das Unglück verantwortlich. Die Verstaatlichungspläne werden nun immer konkreter. Doch: “Verstaatlichen heißt nicht Enteignen", sagte Industrie-Staatssekretär Michele Geraci der Nachrichtenagentur Reuters. Die Allianz kann auf eine Entschädigung hoffen.

Weiterhin unklar ist die Höhe der versicherten Schaden für die Brücke. Auf Anfrage teilte die Allianz mit: "Wir sind mit einem kleinen Anteil an einem Versicherungskonsortium beteiligt. Der Schadenfall und die möglichen Ursachen werden weiterhin untersucht, und daher können wir noch keine Aussage über die Schadenhöhe treffen. Unser tiefstes Mitgefühl gilt der Familie und den Freunden der Opfer und denjenigen, die vom Einsturz der Morandi-Brücke betroffen sind. Wir hoffen, dass die Faktoren, die zum Einsturz geführt haben, bald identifiziert werden, um zu vermeiden, dass sich solche Tragödien wiederholen."

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