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Axa-Studie zur bAV: Arbeitgeber und Gewerkschaften befürworten Sozialpartnermodell

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) scheidet derzeit wohl die Geister. So haben Arbeitgeber und Gewerkschaften derzeit ein eher heterogenes Meinungsbild, wenn es beispiespielsweise um das Potenzial des Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) geht. Überwiegend positive Meinungen gibt es bei der Frage nach der Umsetzbarkeit des Sozialpartnermodells. Zu diesem Stimmungsbild kommt ein aktuelles Forschungsprojekt von Axa Deutschland und Vers Leipzig, zu dem 37 Arbeitgeberverbände und neun Gewerkschaften befragt wurden.
Demnach eine deutliche Mehrheit der Gewerkschaften (77 Prozent) sowie ein Großteil (65 Prozent) der befragten Arbeitgeberverbände dazu bereit, ein entsprechendes Sozialpartnermodell zu vereinbaren. Aber: knapp ein Viertel (22 Prozent) der Gewerkschaften gaben an, unter keinen Umständen in Verhandlungen zu einem Sozialpartnermodell einsteigen zu wollen. Zudem sind die Gewerkschaften laut Umfrage unterschiedlicher Ansicht über die bestehenden Lösungen zur Umsetzung: Ein Drittel (33 Prozent) bevorzugt weder die Möglichkeit eines eigenen Sozialpartnermodells noch eine branchenübergreifende Lösung. DieArbeitgeberverbände ziehen zwar beide Lösungen in Betracht. Allerdings präferieren 50 Prozent die verbands- oder branchenübergreifende Lösung, während 40 Prozent der befragten Arbeitgeberverbände eher auf ein eigenes Sozialpartnermodell setzen. "Die hohe Akzeptanz zur möglichen Umsetzung eines Sozialpartnermodells bestätigt uns in unserer Strategie, die Chancen des Betriebsrentenstärkungsgesetzes zu nutzen. Wir haben bereits einen gesamthaften Lösungsansatz erarbeitet und freuen uns nun, mit Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden in Gespräche zur konkreten Umsetzung einzusteigen“, konstatiert Patrick Dahmen, Vorstand für das Vorsorgegeschäft bei der Axa Konzern AG. 
Deutlich unterschiedlicher sind hingegen die Meinungen über das Verbreitungspotenzial des neuen Betriebsrentenstärkungsgesetzes. So glauben 66 Prozent der befragten Gewerkschaftsvertreter und 46 Prozent der Arbeitgeberverbände, dass sich das BRSG zur weiteren Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung in Deutschland durchaus eigne.

Rund jeder fünfte Arbeitgeberverband (19 Prozent) gibt laut Umfrage indes an, dass das BRSG "eher nicht" oder "auf keinen Fall" zur weiteren Verbreitung der bAV in Deutschland beitrage. "Schon im Vorgang zur Studie haben wir feststellen müssen, dass zahlreiche Verbände und Gewerkschaften in Deutschland erhebliche Informationsbedarfe im Bereich der betrieblichen Altersversorgung aufweisen. Einige Verbände hatten sich zuvor noch kaum mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz beschäftigt", kommentiert Fred Wagner, Direktor des Instituts für Versicherungslehre an der Universität Leipzig, die Studienergebnisse. Immerhin schätzt ein Viertel (25 Prozent) der Arbeitgeberverbände die eigenen allgemeinen Kenntnisse zur betrieblichen Altersversorgung als "mittelmäßig" bis "eher schlecht" ein. Unter den Gewerkschaften sind es nur halb so viele (elf Prozent), die die eigenen Kenntnisse als "mittelmäßig" einstufen.

Axa Deutschland · Vers Leipzig · Sozialpartnermodell · bAV · betriebliche Altersvorsorge
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