Peer-to-Peer-Versicherungen
Peer-to-Peer-VersicherungenQuelle: Bernd Christian Gassner / PIXELIO (www.pixelio.de)
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Bitkom sieht großes Potenzial für Peer-to-Peer-Versicherungen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Sogenannte Peer-to-Peer-Versicherungen sind derzeit zwar noch ein reines Nischenprodukt. Glaubt man hingegen einer aktuellen Umfrage des Digitalverbandes Bitkom, scheint das Interesse bei den Bundesbürgern durchaus vorhanden zu sein. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen.
Demnach können sich insgesamt 14 Prozent der Bundesbürger derzeit gut oder sehr gut vorstellen, eine entsprechende Peer-to-Peer-Versicherung abzuschließen. Die größte Aufgeschlossenheit gegenüber Peer-To-Peer-Versicherungen gibt es in der Altersgruppe zwischen 30 und 49 Jahren. Unter ihnen kann sich sogar rund jeder Fünfte (19 Prozent) vorstellen, ein entsprechendes Angebot zu nutzen. Bei den Jüngeren zwischen 14 und 29 Jahre sind es 13 Prozent. In der Altergruppe der 50- bis 64-Jährigen können sich immerhin noch zwölf Prozent und bei den Älteren ab 65 Jahre noch elf Prozent den Abschluss einer entsprechenden Police vorstellen.
Allerdings herrscht noch immer ein gewisser Aufklärungsbedarf: Aktuell haben nur acht Prozent der Deutschen ab 14 Jahren angegeben, dass sie den Begriff Peer-To-Peer-Versicherung bereits einmal gehört oder gelesen haben. Das dahinterstehende Konzept findet nach einer Erklärung aber jeder Siebte interessant. Jeder fünfte Befragte (21 Prozent) ist hingegen skeptisch und kann sich eher nicht vorstellen, eine Peer-To-Peer-Versicherung zu nutzen. 62 Prozent schließen dies sogar grundsätzlich aus.
"Peer-To-Peer-Versicherungen sind nur ein Beispiel, in dem sich die Möglichkeiten der Digitalisierung für die Versicherungsbranche zeigen. Auch wenn die Mehrheit solchen Angeboten heute noch skeptisch gegenüber steht, gibt es potenziell mehrere Millionen Kunden für Anbieter, die komplett digitalisierte Lösungen auf den Markt bringen", kommentiert Fabian Nadler, Referent Digital Insurance & InsurTech beim Digitalverband Bitkom, die Umfrageergebnisse.
Denn: "Beim Banking ist die Digitalisierung bei den Bürgern inzwischen längst angekommen, unabhängig davon, ob sie bei einer etablierten Bank oder Sparkasse oder bei einem jungen FinTech Kunde sind. In der Versicherungsbranche ist das für viele noch nicht so spürbar, aber die Angebote werden sich in den kommenden Monaten in einem hohen Tempo digitalisieren. Die großen Versicherer arbeiten mit hohem Tempo an digitalen Lösungen, daneben gibt es immer mehr InsurTech-Startups, die auf teilweise völlig neue Geschäfts- und Risikomodelle setzen", erläutert der Bitkom-Experte.
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