ransportversicherung mit Aspion-Sensor
ransportversicherung mit Aspion-SensorQuelle: Aspion
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Aspion will mit "Flugschreiber" Transportschäden minimieren

Von Michael WöhrTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Transportversicherung wächst, denn die Menschen bestellen immer mehr online. Damit die Ware gut ankommt, gibt es transportüberwachende Sensoren. Das Karlsruher Unternehmen Aspion ist ein Hersteller solcher Technik und Geschäftsführer Michael Wöhr erklärt in seinem Gastbeitrag, wie die Technik der Versicherungswirtschaft beim Kostensenken helfen kann.

Deutschland ist Exportweltmeister. Aber immer noch bleibt der Transport der Güter zum Kunden ein riskantes Unterfangen. Die Produkte legen oft tausende von Kilometern zurück und wechseln oft mehr-fach den Verkehrsträger. Besonders wenn es um empfindliche Maschinen und Anlagen geht, machen sich die Verantwortlichen Sorgen um den Stress, dem ihre Produkte in dieser Zeit ausgesetzt sind. Nicht ohne Grund, denn einer Studie der Universität St. Gallen zufolge wird im globalisierten Warenverkehr jede dritte Lieferung beanstandet, zwei Drittel aller auftretenden Schäden sind auf Erschütterungen zurückzuführen. Schäden durch sogenanntes "rough handling" gehören leider zur Tagesordnung. Da helfen auch keine Aufschriften wie "Handle with care". Daher wundert es keinen, dass der Schadenaufwand der Transportversicherer laut GDV für den deutschen Markt im letzten Jahr 401 Mio. Euro betrug, Tendenz steigend.

 

Versicherungsschutz nur bei sachgemäßer Behandlung

 

Eine Transportversicherung ist bei Überseetransporten obligatorisch. Sie kommt grundsätzlich für Schäden auf, für die ein Frachtführer haftet. Das betrifft Schäden durch Verlust und Beschädigung an den beförderten Gütern von der Übernahme bis zur Ablieferung. Transportschäden sind in der Logistik alltäglich, aber leider bleiben die Transportprozesse und die Verantwortlichkeiten oft intransparent. Es reicht, dem Frachtführer einfaches Ver-schulden nachzuweisen, dann ist der Ver-sicherer bereits von der Leistung befreit. Die Folge sind unschöne Auseinanderset-zungen zwischen den Beteiligten. Erschütterungen, Temperatur- und Nässeeinflüsse oder der Verlust ganzer Waren oder Transportmittel - auch für Frachtführer sind die Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge und die Risikofaktoren eines Transports oft nicht klar.

 

Objektive Fakten durch Messungen

 

Wer sicher gehen will, dass die Vorgänge während des Transports keine Black-Box bleiben, versieht seine Transportgüter mit einem Sensor, der grenzwertige Ereignis-se aufzeichnet. Solche Überwachungslösungen ermöglichen die nachträgliche Beurteilung, ob während des Warentransportes ein bestimmter Parameter einen definierten Bereich verlassen hat. Der Schadenverursacher kann somit eingegrenzt werden und es herrscht mehr Klarheit.

 

Das Karlsruher Unternehmen Aspion hat mit dem "G-Log" einen Sensor entwickelt, der Erschütterungen, Stöße, sowie Temperatur- und Feuchtedaten bei Überschreitung von angegebenen Schwellwerten aufzeichnet. Diese Daten dienen dem Hersteller als Nachweis gegenüber dem Transporteur, dem Kunden und dem Transportversicherer. Der Sensor hat die Größe einer Visitenkarte, wiegt ganze 35 g und wird mit zwei Schrauben mit dem Transportgut verbunden. Die wasserdichte Variante des Sensors mit Schutzart IP 65 eignet sich auch für den Einsatz an unverpackten Gütern, die rauen Umwelteinflüssen ungeschützt ausgesetzt sind.

 

Kleiner Sensor, große Aufzeichnung

 

G-Log protokolliert Erschütterungen von bis zu ± 24 g pro Achse in alle 6 Richtungen und zwar immer dann, wenn die vom Benutzer definierten Toleranzwerte über-schritten werden. Der Sensor speichert bis zu 286, in der neuesten Version sogar bis zu 960 Ereignisse.

 

So funktioniert der "Aspion G-Log 2“
So funktioniert der "Aspion G-Log 2“Quelle: Aspion

Da die Schockaufzeichnungen durch Datum, Uhrzeit, Visualisierung der Lage des Sensors, Temperatur und Feuchte ergänzt werden, erlauben sie dem Produkt- und Qualitätsverantwortlichen eine differenzierte Beurteilung der Umstände während des Transports.  Aspion Geschäftsführer Michael Wöhr.

 

Die Autoren der zuvor genannten Studie der Universität St. Gallen sind der Ansicht, dass der Einsatz von Indikatoren wie dem G-Log zu einem bewussteren Umgang mit dem Frachtgut führt, so dass je nach Unternehmen und Schadenlast die Anzahl der Schäden um bis zu 80 Prozent zurückgehen kann.

 

Bedienbar von Jedermann

 

Ausgelesen werden die Daten kabellos vom PC oder von der Aspion Smartphone App per NFC. G-Log 2 kommuniziert auch über BLE mit der App. Die PC-Software "Aspion G-Log Manager" bereitet die Daten auf und generiert übersichtliche Berichte auch für Geschäftspartner und Dienstleister. Die Energieversorgung des Sensors erfolgt mit einer Knopfzelle. Mit einer Batterielaufzeit von bis zu 1 ½ Jahren je nach gewählter Einstellung kann das robuste Gerät viele Produkte auf ihren Reisen um die ganze Welt begleiten. Auf-grund des Batterietyps und der Beschränkung auf die passive Funktechnologie NFC ist der Sensor G-Log uneingeschränkt für die Luftfracht zugelassen.

 

Der softwarebasierte Dienst "Aspion G-Log Premium" erweitert den Leistungsumfang der Schocksensoren um einen Cloud-Speicher, Standortinformationen sowie Netzwerkfunktionalitäten. Die GPS-Koordinaten des Smartphones werden beim Auslesen des Sensors von der App ermittelt. Auf diese Weise können die ausgelesenen Werte eindeutig der zurück liegenden Transportstrecke zugeordnet werden. Damit ist sichergestellt, wer für eventuelle Schäden in der betreffenden Phase des Transports verantwortlich ist. Die Sensordaten stehen überdies allen Nutzern eines Firmennetzwerkes zur Ver-fügung, sehr nützlich für Unternehmen mit verteilten Standorten und für den globalisierten Warenverkehr.

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