Altersvorsorge
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Politik & Regulierung

BSRG: Arbeitsgebern drohen zusätzliche Belastungen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Das neue Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) wurde einst als großer Wurf gefeiert, um vor allem Arbeitnehmern in kleinen und mittelständischen Unternehmen einen unbürokratischeren Abschluss einer betrieblichen Altersvorsorge (bAV) zu ermöglichen. Dich ist dies tatsächlich so? laut einer aktuellen Analyse von Sopra Steria Consulting müssen viele Arbeitgeber in Deutschland durch die Reform mit unnötigen Mehrbelastungen rechnen. Grund dafür sei eine gesetzliche Unschärfe im BRSG.
Demnach würden die künftigen Pflichtzuschüsse durch das Unternehmen ohne Anpassung der aktuellen Entgeltumwandlungsvereinbarungen zusätzlich zu bereits freiwillig gezahlten Förderungen anfallen. Eine Möglichkeit zur Anrechnung ist bislang im Gesetz nicht erkennbar, heißt es in einer aktuellen Markteinschätzung. Und auch für die Versicherer selbst könnte es unter Umständen heikel werden: So könnten diese mit signifikanten Haftungsproblemen gemäß Paragraph 6 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) rechnen, wenn sie ihrer gesetzlichen Pflicht zur Nachberatung nicht nachkommen, konstatiert Sopra Steria.
Der entscheidende Knackpunkt aus Sicht der Experten: Nach aktuellem Stand können Unternehmen einen bislang freiwilligen Zuschuss nicht auf den künftigen BRSG-Pflichtzuschuss anrechnen . Dies sei unabhängig davon, ob pauschal 15 Prozent gezahlt werden oder ein reduzierter Zuschuss, so die Experten. Die Folge sei eine drohende und unnötige Doppelbezuschussung. "Betriebe, die bereits freiwillig einen Zuschuss zahlen, sollten ihre Zusagen prüfen", sagt Christoph Jimenez-Ramos, bAV-Versicherungsexperte bei Sopra Steria Consulting.
Auch für die Versicherer könnte das BRSG einen erheblichen Mehraufwand bedeuten. Demnach sorge die Reform der bAV  für einen massiven Beratungsbedarf bei den Arbeitgebern. Die bAV-Beratung wird durch das BRSG deutlich komplexer und erfordert von der Versicherungswirtschaft verstärkt Spezialisten, um Haftungsrisiken zu vermeiden, konstatiert Sopra Steria weiter. Die Anbieter von Direktversicherungen, Pensionskassen und Pensionsfonds seien somit gefordert, ihre Vermittler und Vertriebspartner umfassend zu schulen und bei der Beratung mit Informationen zu unterstützen.
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