Helvetia-CEO Philipp Gmür
Helvetia-CEO Philipp GmürQuelle: Helvetia
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Helvetia trotzt Naturkatastrophen und schreibt mehr Gewinn

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Schweizer Helvetia-Gruppe hat im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres mehr Gewinn gemacht und mehr Prämien eingenommen. Allerdings lag der Überschuss wegen höherer kosten durch Natuskatastrophen sowie einem schwächelenden Kapitalmarkt deutlich niederiger als noch im Vorjahr. Zulegen konnten die Eidgenossen dank Nichtlebengeschäft auch bei den Beitragseinnahmen.
So stieg der Konzerngewinn nach IFRS-Standard in den ersten sechs Monaten dieses Jahres auf 223,9 Mio. Franken (HJ 2017: 210,1 Mio.). in den einzelnen Sparten verzeichnete die Helvetia hingegen deutliche Gewinneinbußen. Demnach ging der Überschuss in der Lebensparte auf 78,0 Mio. Franken (HJ 2017: 92,2 Mio.) zurück. In der Kompositsparte betrug der gewinnrückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum rund 17 Prozent auf 146,8 Mio, Franken (HJ: 176,6 Mio.). Ursachen waren nach Angaben der Schweizer Versicherungsgruppe neben einer "deutlich schwächere Performance der Kapitalmärkte" auch die Schadenbelastung durch Unwetter in Deutschland und der Schweiz zu Beginn des Jahres (Winterstürme "Burglind" und "Friederike" sowie diverse Gewitter mit Starkregen und Hagel). Die Combined Ratio stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht auf 92,7 Prozent (HJ 2017: 91,3 Prozent). Vorstandschef Philipp Gmür zeigte sich mit dem Halbjahresergebnis dennoch zufrieden: "Wir erzielen grosse Fortschritte bei der Strategieumsetzung. Damit wird Helvetia agiler, innovativer und kundenzentrierter. Den eingeschlagenen Weg werden wir konsequent weitergehen, ohne dabei unser Kerngeschäft zu vernachlässigen."

Konzerntochter investiert in norddeutsche LKW-Sicherheitsfirma

Zudem wurde bekannt, dass der Helvetia Venture Fund, eine Tochtergesellschaft der Helvetia Schweizerische Versicherungs-Gesellschaft, in das Sicherheitsunternehmen Alarmplane.de GmbH investiert. Das Start-up mit Sitz in Geestland im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven entwickelt Alarmsysteme für Planen von LKW und Sattelaufleger. Mit diesen Alarmsystemen kann effektiv die Ladung von Gütertransporten gesichert werden. Nach Angaben des GDV werden jährlich Ladungen von nahezu 26.000 Lkw gestohlen. Den Gesamtschaden beziffert der Branchenverband auf rund 1,3 Mrd. Euro, davon alleine 900 Mio. Euro durch Konventionalstrafen für Lieferverzögerungen, Reparaturkosten sowie Umsatzeinbußen und Produktionsausfälle bei den eigentlichen Abnehmern.
Helvetia
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