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Politik & Regulierung

Tabakkonsum kostet die meisten Lebensjahre

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Zigarettenqualm gilt bekanntlich nicht gerade als besonders gesundheitsfördernd. Neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge hat ein aktiver männlicher Raucher knapp sieben Jahre weniger zu leben als jemand, der nie eine Zigarette angerührt hat. Bei einer Frau beträgt der Unterschied immerhin sechs Jahre. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Erasmus-Universitätsklinikums in Rotterdam im Auftrag des GDV.
Im Rahmen der Studie haben die Forscher erstmals die Auswirkungen von gesundheitsschädlichem Verhalten auf die Bevölkerung in Deutschland untersucht. Dafür haben die Wissenschaftler verschiedene Metastudien ausgewertet, die für bestimmte Verhaltensweisen ein höheres Sterberisiko belegen. Die Werte verknüpften sie dann mit der allgemeinen Sterblichkeitsrate in Deutschland. Um den Effekt auf die Lebenserwartung der Gesamtbevölkerung (Männer: 78,1 Jahre; Frauen: 83 Jahre) zu bestimmen, ermittelten sie zusätzlich, wie stark die relevanten Risikofaktoren hierzulande verbreitet sind, also wie viele Deutsche beispielsweise rauchen oder übergewichtig sind, heißt es in einer Mitteilung des GDV.
Ein Ergebnis: Zweitgrößtes Risiko nach dem Tabakkonsum ist demnach Fettleibigkeit. Männer mit einem Body-Mass-Index von mehr als 30 verlieren gegenüber Normalgewichtigen rund fünf Jahre, bei Frauen liegt das Minus bei gut vier Jahren, konstatieren die Wissenschaftler. Zudem büßen starke Trinker, die mehr als 45 Gramm Alkohol pro Tag konsumieren, je nach Geschlecht etwa 2,6 bis drei Jahre ein. "Rauchen, Fettleibigkeit und starker Alkoholkonsum senken die individuelle Lebenserwartung erheblich. Helfen könnten beispielsweise Rauchverbote auf öffentlichen Plätzen oder eine höhere Besteuerung von Alkohol", kommentiert Studienleiterin Wilma J. Nusselder die Ergebnisse.
GDV · Lebenserwartung
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