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Politik & Regulierung

Rentenversicherung: Wenn Verstorbene wieder heiraten

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Glaube an die Auferstehung von Toten gehört bekanntlich in die Welt der Religion. Dass ein Toter 15 Jahre nach seinem Ableben wieder unter den Lebenden weilt und gar wieder heiratet, erscheint dann dennoch eher unwahrscheinlich. Bei der Deutschen Rentenversicherung scheint ein eben solches Wunder geschehen zu sein - auch wenn es sich am Ende zugegebenermaßen um ein Missverständnis handelte.
Der Hintergrund: Seit 2003 erhielt eine ältere Dame nach dem Tod ihres Mannes eine sogenannte Witwenrente von der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd. 15 Jahre später sorgte ein Schreiben des gesetzlichen Rentenversicherers jedoch für erhebliche Verwirrung. Darin wurde der Dame mitgeteilt, dass ihr Eheman am 8. Mai 2018 wieder geheiratet habe und dass damit die Witwenrente entfalle.

Woher die Fehlinformation kam, ist hingegen nicht bekannt, berichtet der Berchtesgardener Anzeiger. "Die Mitarbeiter haben mir nur gesagt, dass die Gemeindebehörde sie über eine Wiederheirat informierte", wird die Dame zitiert. Welche Gemeindebehörde diesen Fehler gemacht habe, sagten die Mitarbeiter ihr aber nicht. Auch die Standesämter des Wohnorts sowie der Nachbargemeinden konnten das Rätsel nicht lösen. Zwar wurde der Fehler am Ende aufgeklärt, aber: "Sie haben sich nicht einmal entschuldigt", moniert die Dame.

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