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BDA-Präsident Kramer: "Rentenpaket ist unfair"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Das geplante Rentenpaket der Großen Koalition stößt bei den Arbeitgebern auf Kritik. "Das Rentenpaket ist unfair, denn es wird auf die geburtenschwachen Jahrgänge unserer Kinder und Enkelkinder als milliardenschwerer Kostenbumerang zurückkommen. Die ältere Generation sichert sich auf Kosten der jüngeren Generation bei steigender Lebenserwartung einen immer größer werdenden Zeitanteil, der nichts zur Leistungserbringung beiträgt", konstatiert BDA-Präsident Ingo Kramer in einer Stellungnahme.
Vielmehr beinhalte die "beste Rentenpolitik eben nicht willkürliche Leistungsausweitungen, sondern eine gute Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik, die bestehende Arbeitsplätze sichert und neue schafft. Nur dadurch wird das Verhältnis von Leistungserbringern zu Rentenempfängern auch für die Zukunft beibehalten." Zudem könne nur "eine leistungsstarke Bildungspolitik und gezielte Zuwanderung den entstehenden Fachkräftemangel kompensieren und das Rentensystem stabilisieren."
Positiv bewertete er hingegen die Senkung des Arbeitslosenbeitrages um 0,5 Prozentpunkte. Dies entspreche "den Forderungen der Arbeitgeber und ist folgerichtig. Impulse für die Wirtschaft sind dadurch allerdings nicht zu erwarten, da das Bundesgesundheitsministerium bereits angekündigt hat, den Pflegebeitrag anzuheben." Außerdem appelliere er "an die Bundesregierung, endlich die langfristige Finanzierbarkeit der Sozialsysteme zu sichern. Die Sozialbeiträge werden sonst nicht unter 40 Prozent bleiben – und das wäre eine schwere Hypothek für Wachstum und Beschäftigung".
Ingo Kramer · BDA · Rentenpaket
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