Gesundheitsausgaben in der privaten Krankenversicherung (PKV)
Gesundheitsausgaben in der privaten Krankenversicherung (PKV)Quelle: Thorben Wengert / PIXELIO (www.pixelio.de)
Politik & Regulierung

Leistungsausgaben in der PKV steigen um 43,1 Prozent

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Leistungsausgaben der Versicherten in der privaten Krankenversicherung (PKV) sind zwischen 2006 und 2016 um 43,1 Prozent gestiegen. Dies geht aus neuen Studie des Wissenschaftlichen Instituts der PKV (WIP) hervor. Damit sei der Mehrumsatz durch die Privatversicherten in diesem Zeitraum um 3,2 Mrd. Euro bzw. 33 Prozent gestiegen. Allein für 2016 beziffert das WIP den Mehrumsatz durch Privatversicherte auf 12,69 Mrd. Euro. Dies entspreche einem Anstieg von zwei Prozent bzw. 254 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr.
So stiegen die Ausgaben der Privatversicherten für stationäre Behandlungen im Jahr 2016 auf 9,69 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 4,97 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Anteil an den gesamten Ausgaben lag demnach bei 27,9 Prozent. Den Mehrumsatz beziffert die WIP-Studie demnach auf 655 Mio. Euro.
Die Ausgaben der Privatversicherten im zahnmedizinischen Bereich, der sowohl die Zahnbehandlung als auch den Zahnersatz und die Kieferorthopädie beinhaltet, lagen nach Angaben des WIP im Jahr 2016 bei 4,90 Mrd. Euro. Dies entspricht einem leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 0,4 bzw. 0,2 Prozent. Der Anteil an den Gesamtausgaben lag bei 14,1 Prozent. Den Mehrumsatz beziffert das WIP auf 3,20 Mrd. Euro.
Für Arznei- und Verbandsmittel haben die privaten Krankenversicherer im Jahr 2016 insgesamt 5,37 Mrd. Euro ausgegeben. Dies entspricht laut WIP einem Anstieg von 5,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Den Mehrzusatz beziffert das WIP dabei auf 855 Mio. Euro. Zudem seien die Ausgaben der Privatversicherten für Heilmittel gegenüber 2015 um 5,2 Prozent auf 1,76 Mrd. Euro (Mehrumsatz: 1,02 Mrd.) gestiegen. Die Ausgaben für Hilfsmittel stieg im gleichen Zeitraum um 4,0 Prozent auf 1,46 Mrd. Euro (Mehrumsatz: 0,48 Mrd.). Der Gesamtanteil der PKV-Ausgaben für Heilmittel lag demnach bei 5,1 Prozent und für Hilfsmittel bei 4,2 Prozent.
Der größte Anteil der PKV-Leistungsausgaben entfiel demnach mit einem Anteil von 32,2 Prozent auf ambulante Behandlungen. So beliefen sich die Ausgaben für ambulante ärztliche Behandlung im Jahr 2016 auf insgesamt 11,20 Mrd. Euro, was einem Anstieg von 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Den Mehrumsatz durch Privatversicherte beziffert das WIP dabei auf 6,29 Prozent. (plus 3,8 Prozent gegenüber 2015).
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