Wie geht es mit Griechenland nach dem Rettungsschirm weiter?
Wie geht es mit Griechenland nach dem Rettungsschirm weiter?Quelle: Dieter Schütz / PIXELIO (www.pixelio.de)
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Coface: Positive Signale für Griechenland nach dem Ende des Rettungschirms

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Nach mehr als acht Jahren hat Griechenland am vergangenen Montag den internationalen Rettungsschirm verlassen. Grund zum Jubeln gibt es jedoch kaum. Rund 300 Mrd. Euro sind als Kredite nach Hellas geflossen. Doch die eigentlichen Fehler im System wurden bislang nicht konsequent beseitigt. Und auch die wirtschafliche Situation ist derzeit alles andere als rosig. Der Kreditversicherer Coface sieht indes erste Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung.
Demnach sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) erstmals seit 2008 wieder vier Quartale in Folge gestiegen. Zudem erreichte das Wachstum im Jahr 2017 einen Wert von 1,4 Prozent, was die Ökonmen des Kreditversicherers vor allem auf die Investionen und die dynamische Auslandsnachfrage zurückführen. Für 2018 prognostiziert Coface sogar einen weiteren Anstieg um zwei Prozent. Zudem basiere die aktuelle Entwicklung auch auf erheblichen steuerlichen Anpassungen und einer starken internen Abwertung. Dabei sei zwischen 2008 und 2015 allein das BIP gesunken, Investitionen gingen um 60 Prozent zurück und die Arbeitslosenquote erreichte 28 Prozent. Auf der Unternehmensseite brach der Umsatz um ein Drittel ein. Die Investitionsquote sank um fast 49 Prozent. Allein 250.000 klein- und mittelständische Unternemen sind laut Coface in diesem Zeitraum insolvent gegangen.
Allerdings habe das sinkende Lohnniveau auch dazu beigetragen, die Kostenwettbewerbsfähigkeit des Landes gegenüber anderen europäischen Ländern zu verbessern. Demnach hätten die Exporte, die zwischen 2008 und 2017 um 27 Prozent gestiegen sind, der Wirtschaft neue Dynamik verliehen - insbesondere für mittlere und große Firmen in einigen produzierenden Branchen, wie Ölraffinerien und Pharma. Dennoch bremst vor allem die schwache Inlandsnachfrage derzeit die wirtschaftliche Erholung Griechenlands weiter aus, heißt es beim Kreditversicherer weiter. Für 2019 rechnet Coface daher damit, dass sich die Rentabilität der Unternehmen verbessern wird und die Investitionen steigen.
Coface Deutschland · Kreditversicherer · Griechenland
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