Anstoß zur 56. Bundesliga-Saison 2018/19
Anstoß zur 56. Bundesliga-Saison 2018/19Quelle: Dieter Schütz / PIXELIO (www.pixelio.de)
Politik & Regulierung

Bundesliga: Auch König Fußball braucht Versicherungsschutz

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Es ist wieder soweit: An den kommenden Wochenenden bestimmt König Fußball wieder das Sportgeschehen in Deutschland. Heute Abend um 20.30 Uhr startet die Bundesliga mit der Partie FC Bayern München gegen die TSG 1899 Hoffenheim in ihre 56. Spielzeit. Dabei geht es auch in der Saison 2018/19 nicht ohne ausreichenden Versicherungsschutz. Der Branchenverband GDV hat pünktlich zum Auftakt die "Versicherungself der Saison" aufgestellt.

Im Tor

Die sogenannte TV-Ausfallversicherung: Damit lassen sich die technischen Risiken abdecken, wenn ein Spiel beispielsweise durch den Ausfall eines Sendesignals nicht mehr an den TV-Satelliten verschickt wird.

Die Abwehr

 Die Werbeausfallpolice: Damit sichern sich Werbevermarkter gegen Vertragsstrafen ab, wenn Werbevermarkter ihre Zusage für vertraglich festgelegte Präsenszeiten nicht einhalten können. Dier Versicherung übernimmt dann die entgangenen Einnahmen. Die Imageschaden-Versicherung übernimmt die Kosten für eine ausgefallene Werbekampagne, wenn ein Unternehmen beispielsweise nach einem Skandal nicht mehr mit einem Sportler in Verbindung gebracht werden möchte. Die Marktwertversicherung sichert Vereine mit einer vertraglich vereinbarten Summe für den Fall ab, dass ein Spieler aufgrund einer Verletzung dauerhaft spielunfähig wird. Diese Police rentiert sich aber meist nur für teuere Spieler. Beispiel: Die aktuell wertvollste Elf der Bundesliga - ausnahmslos bestehend aus Spielern des deutschen Rekordmeisters FC Bayern - kommt laut Transfermarkt.de derzeit auf einen Marktwert von 620 Mio. Euro. Zudem sichert die Krankentagegeldversicherung den Spieler für den Fall ab, dass er verletzungsbedingt längere Zeit ausfällt

Das Mittelfeld

Größtes Risiko eines Spielers ist hingegen die dauerhafte Sportinvalidität nach einer schweren Verletzung. Für diesen Fall greift die sogenannte Sportinvaliditätsversicherungen: Die Versicherungssumme entspricht dabei laut GDV einem Vielfachen des Jahresgehalts, wobei der Ausgestaltung keine Grenzen gesetzt sind. Trauriges Beispiel für einen solchen Fall ist der ehemalige HSV-Profi Ditmar Jakobs. Neben der Gesundheit der Spieler werden natürlich auch die Sachwerte adäquat abgesichert: Die Sportstättenversicherung funktioniert dabei wie eine Wongebäudeversicherung. Neben Schäden aus Bränden, Stürmen oder Leitungswasser können im Rahmen einer All-Gefahren-Police praktisch alle Risiken versichert werden, die ausrdücklich nicht ausgeschlossen wurden. Versicherbar sind darin beispielsweise auch Schäden durch Terroranschläge oder randalierende Fans. Die sogennante  Prize-Indemnity-Versicherung sichert den Verein zudem gegen  Einnahmeausfälle wie entgangene Sponsoren- oder Fernsehgelder, falls bestimmte sportliche Ziele nicht erreicht werden.

Im Sturm

Absolutes Muss ist laut GDV zudem die Veranstalter-Haftpflichtversicherung, die den Verein gegen eventuelle Schadenersatzansprüche absichert. Die sogenannte Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung begrenzt laut GDV das Haftungsrisiko des Versicherten, falls Geschäftspartner Vermögensschäden reklamieren. Dies betrifft unter anderem Schadenersatansprüche nach  Verletzungen von Vermarktungs-, Lizenz- oder Persönlichkeitsrechten. Wird ein neues Stadion gebaut oder eine bestehende Spielstätte umgebaut - wie jüngst die Allianz-Arena in München - deckt die technische Versicherung verschiedene Risiken während einer Bauphase ab. Dazu zählen unter anderem die Kosten für Schäden, welche durch den Einsatz fehlerhaften Materials entstanden sind. Selbst Ertragsausfälle oder Mehrkosten infolge von Bauverzögerungen lassen sich mit solchen Policen versichern, betont der Branchenverband.

Von der Sportwette bis zur "Salatschüssel"

Bleibt noch der Blick auf die Ersatzbank: So gibt es im Fußball fast nichts, was nicht versicherbar wäre, wie jüngst auch die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland gezeigt hat - sei es der Schutz der Sporttrophäe oder der Wetteinsatz beim Fußball-Tippspiel. Dabei gilt der Sport mit dem runden Leder laut einer Forbes-Liste immerhin zu den gefährlichsten Sportarten der Welt. Pro Jahr erleiden im Schnitt zwei Spieler wirklich gefährliche Verletzungen. Neben Sehnen, Bändern und Muskeln der unteren Extremitäten sind häufig auch der Kopf- und Nackenbereich betroffen.

Versicherer setzen weiter auf "König Fußball"

Nicht zu vergessen: Auch das Sportsponsoring ist bei den Versicherern in dieser Spielzeit wieder groß geschrieben. So nutzen die Konzerne auch in den kommenden Monaten wieder die Wirkung des Fußballsports für ihre Zwecke. Dabei zählen nicht nur die Allianz, Barmenia, HDI, Nürnberger, R+V, Signal Iduna und WWK zu den wichtigsten Sponsoren des deutschen Fußballs. Ende Juli 2018 gab die Hanse Merkur eine Exklusiv-Partnerschaft mit dem Zeitligisten Hamburger SV bekannt. Zeitgleich haben auch die R+V Versicherungund der FC Schalke 04 haben eine Fortsetzung ihrer Partnerschaft beschlossen. Der genossenschaftliche Versicherer bleibt bis zum Jahr 2023 Premium-Partner des aktuellen Vizemeisters. Rund zehn Mio. Euro spült die Partnerschaft in die Vereinskassen des westdeutschen Traditionsklubs.
An der Rangordnung der deutschen Klubs im Fußball-Oberhaus hat dies hingegen nichts geändert. Mit deutlichem Abstand zählen der FC Bayern (38 Prozent) und Borussia Dortmund (34 Prozent) zu den interessanten Vereinen im deutschen Fußball. Schlusslichter sind dabei der VfL Wolfsburg, der 1. FSV Mainz 05 und Aufsteiger Fortuna Düsseldorf mit jeweils fünf Prozent.
Die interessantesten Bundesliga-Vereine in Deutschland
Die interessantesten Bundesliga-Vereine in DeutschlandQuelle: Statista
Wenig verwunderlich, dass der deutsche Rekordmeister und der BVB auch in der Beliebtheitsskala der Fans ganz weit an der Spitze stehen. Rund 29 Prozent der Fans zählen laugt einer aktuellen Statista-Umfrage den FCB zu ihrem Lieblingsverein - dicht gefolgt von Borussia Dortmund mit 23 Prozent.
Die beliebtesten Fußball-Vereine in Deutschland.
Die beliebtesten Fußball-Vereine in Deutschland.Quelle: Statista
Wer am Ende wieder die Meisterschale für sich beanspruchen darf und wer den bitteren Gang in die 2. Bundesliga antreten darf, steht wohl spätestens am 18. Mai 2019 fest.
Sportversicherung · Fußball-Bundesliga
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