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UnwetterQuelle: Falk Blümel  / PIXELIO (www.pixelio.de)
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Versicherer befürchten überdurchschnittliches Naturkatastrophenjahr

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Unwetter des ersten Halbjahres in Deutschland sind die Versicherer bislang teuer zu stehen gekommen. Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mitteilt, liegen die versicherten Sturm-, Hagel- und Starkregenschäden an Wohngebäuden mit 1,3 Mrd. Euro so hoch wie sonst im gesamten Jahr.
Demnach entfallen rund 1,1 Mrd. Euro auf Sturmschäden an Wohngebäuden. Mehr als die Hälfte der Schäden geht dabei laut GDV auf das Konto der Stürme "Friederike" und "Burglind" im Januar. Nur die Winterstürme "Lothar" (1999), "Jeanett" (2002) und "Kyrill" (2007) waren seit 1997 noch stärker als "Friederike". "Wir gehen davon aus, dass 2018 in die Liga der fünf schwersten Sturmjahre der letzten 20 Jahre fallen wird", konstatiert GDV-Präsident Wolfgang Weiler.
Allerdings fiel die Schadenbilanz der erweiterten Naturgefahren, zu denen unter anderem auch Starkregen gehört, in den ersten sechs Monaten des Jahres leicht unterdurchschnittlich aus. So gab es zwar im Juni in Teilen Deutschlands heftige Niederschläge mit vergleichsweise hohen Versicherungsschäden. Größtenteils aber waren Betroffene nicht ausreichend versichert, teilt der GDV mit.
"Wird das zweite Halbjahr nicht ausgesprochen ruhig und schadenarm, werden wir 2018 in Deutschland überdurchschnittlich hohe Versicherungs­leistungen sehen", betont GDV-Präsident Weiler. Nach Angaben des GDV waren in den vergangenen zehn Jahre die Schäden im zweiten Halbjahr im Schnitt höher (0,8 Mrd. Euro) als im ersten (0,6 Mrd. Euro).
GDV · Naturkatastrophe · Unwetter
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