Alte Hand und Stofftier
Alte Hand und StofftierQuelle: Karin Bangwa  / pixelio.de
Märkte & Vertrieb

Japanische Versicherer setzen auf Demenz-Versicherung

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Demenz gilt bekanntlich als der medizinische Oberbegriff für eine fortschreitende, unheilbare Veränderung des Gehirns. Mittlerweile gilt diese Erkrankung in Deutschland als Volkskrankheit: Rund 1,5 Millionen Menschen leiden derzeit unter den entsprechenden Symptomen. Laut einer Prognose der Deutschen Alzheimer Gesellschaft dürfte die Zahl der Betroffenen bis 2050 auf rund drei Milionen steigen. Japanische Versicherer sehen darin hingegen bereits ein lukratisches Geschäftsfeld.
Nach einer Schätzung des Ministeriums für Gesundheit, Arbeit und Soziales wird 2025 jeder fünfte Japaner über 65 bzw. etwa sieben Millionen Menschen an Demenz leiden. Der japanische Versicherungskonzern Sompo Japan Nipponkoa Himawari Life Inurance Inc. will nun eine entsprechende Police auf den Markt bringen, bei dem die Versicherten bis zu 250.000 Yen (ca. 1.976 Euro) monatlich erhalten, wenn Anzeichen der Krankheit diagnostiziert wurden. Auch Tokyo Marine & Nichido Fire Insurance Co. kündigte bereits eine spezielle Versicherung an, die mit einer Deckungssumme von einer Million Yen pro Jahr beginnt, berichtet das Online-Magazin Sukami.
Ergänzt werden sollen die Policen zudem durch weitere Dienstleistungen, wie zum Beispiel ein Amazon Echo Lautsprecher Service, mit dem der Benutzer Übungen für das Gehirn und eine Reihe von Quizfragen beantworten kann um das Risiko einer Demenzerkrankung zu verringern. Die Ursachen der Demenz sind wissenschaftlich bislang nicht eindeurig geklärt.
Demenz · Demenzversicherung
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