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Gothaer: "Starkes Interesse an Tierkrankenversicherung"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Deutschlands größtes Boulevardblatt hat die Tierkrankenversicherung kürzlich(TKV) in ihre "Top Ten der überflüssigen Versicherungen aufgenommen". Konrad Göbel, Produktmanager bei der Gothaer Allgemeine AG, erklärt den Nutzen der Absicherung und warum eine Begrenzung der Versicherungssumme sinnvoll ist.

VWheute: Die Bild kritisiert, dass die TKV nur bis zu einer Höchstgrenze einspringt und das Sparen für den Ernstfall der bessere Weg wäre, was sagen Sie dazu?

 

Konrad Göbel: Die Begrenzung des Versicherungsschutzes für die Tierkrankenversicherung in Form einer Höchstgrenze ermöglicht es, den Beitrag für alle Kunden günstiger zu gestalten. Die Gothaer bietet aber – wie auch andere Tierkrankenversicherer – in ihrer Premium-Deckung einen Versicherungsschutz ohne Höchstgrenze an.

 

Zum Thema "Sparen ist der bessere Weg" haben wir im Juli eine Forsa-Studie beauftragt und 1.000 Hundehalter zum Thema Tierkranken befragt. Demnach machen sich 78 Prozent der in der Studie befragten Personen Sorgen, wie sie im Ernstfall höhere Tierarztkosten bezahlen sollen. Jeder Vierte fürchtet, in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten, falls eine aufwändigere Operation nötig werden sollte. Trotzdem bilden 58 Prozent der Befragten keine Rücklagen. Für diese Gruppe ist eine Tierkrankenversicherung also eine gute Lösung.

 

VWheute: Werden in der TKV nur junge und gesunde Tiere versichert, gibt es Ausschlüsse und/ oder eine Gesundheitsprüfung?

 

Konrad Göbel: Wie bei der Krankenversicherung für Menschen hängt die Höhe des Beitrags vom Gesundheitszustand ab, für den das Alter des Tieres ein maßgeblicher Faktor ist. Hinzu kommt, dass man bei Hunden rassetypische Krankheiten ausmachen kann. Dem tragen wir dadurch Rechnung, dass der Beitrag abhängig vom Alter, von der Rasse und dem aktuellen Gesundheitszustand des Tieres berechnet wird. Extremfälle, d.h. bestimmte Krankheitsbilder oder individuelle Vorerkrankungen sind dabei vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Dies ist Voraussetzung dafür, dass die Kalkulation des Beitrags zu einem Ergebnis führt, dass für die Versicherten tragbar ist.

 

VWheute: Wie entwickelt sich die TKV bei der Gothaer, was erwarten sie an Neuerungen in diesem Bereich?

 

Konrad Göbel: Da wir die Gothaer Tierkrankenversicherung für Hunde erst seit Anfang des Jahres anbieten, ist es noch zu früh, hierzu eine valide Aussage zu treffen. Wir sind allerdings positiv überrascht, welche hohe Aufmerksamkeit und starkes Interesse wir mit unserem neuen Produkt erfahren.

 

Wenn der Hund nicht hört

 

Neben der TKV ist auch die Tierhaftpflicht ein wichtiges Thema für Haustierhalter. Allein im vergangenen Jahr verzeichnete die Gothaer 4.525 Schadensfälle, in denen der Hund des Versicherungsnehmers quasi auf eigene Faust gehandelt hat. Im vergangenen Jahr entstanden durch Hunde Schäden im Gesamtwert von 4,3 Mio. Euro. Bei Pferden ereigneten sich insgesamt 967 Schadenfälle, die eine Gesamtsumme von etwa 2,2 Mio. Euro kosteten.

 

"Je nachdem kann so ein Schaden auch mal in den fünfstelligen Bereich gehen. Allein der Fall, als ein Pferd ausbrach, durch mehrere Kleingärten und einen Zierkarpfen-Teich rannte, verursachte einen Schaden von rund 10.000 Euro“, so Markus Wulfert, Haftpflicht-Experte bei der Gothaer Versicherung. Mit einer Tierhalterhaftpflicht sind nicht nur Besitzer und Angehörige, sondern auch Hundesitter oder Reitbeteiligungen vor Forderungen geschützt, erklärt die Gothaer.

Gothaer · Tierkrankenversicherung · Haustier
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