Gelb verbrennen
Gelb verbrennenQuelle: Segovax / www.pixelio.de / PIXELIO
Politik & Regulierung

Versicherungsbranche kann Geldschwund der Deutschen nicht verhindern

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Und dann war das Geld weg. Im ersten Quartal ist die reale Rendite eines durchschnittlichen Haushaltsdepots unter null gesunken. In diesem Depot befinden sich Renditen, Aktien, Lebensversicherungen und Bankeinlagen. Bundesbankpräsident Jens Weidmann kann den Frust der Anleger "gut verstehen". Wie schön, doch wird er auch etwas ändern (können)?

Das Durchschnittsportfolio habe sich laut dem Bundesbanker in der Vergangenheit trotz der Niedrigzinsen insgesamt ordentlich entwickelt, das habe sich jetzt geändert, wie er eingesteht. Verantwortlich seien die anziehende Inflation, die seit Mai knapp über zwei Prozent liege sowie die durchschnittliche Entwicklungen an der Börse.

Das Geldvermögen der Deutschen schmilzt also und die Aktien waren bisher das Gegenmittel, das momentan aber nicht recht wirken mag. Wird dann noch berücksichtigt, dass wenige Deutschen tatsächlich in Aktien investiert sind und die Zahl der Aktienfreunde deutlich geringer ist als vor zehn Jahren, dann wird deutlich, wie schwierig die Zeiten für Anleger tatsächlich sind.

 

Aktienentwicklung in Deutschland
Aktienentwicklung in DeutschlandQuelle: Statista

Keine Hoffnung?

Die momentane Situation auf den Geldmärkten ist auch nicht dazu angetan, die Laune der Anleger zu verbessern. Die Türkei schwächelt, Griechenland ist trotz des Auslaufens der Hilfsmaßnahmen noch lange nicht über den Berg, Amerikas Protektionismus und Italiens schwierige Lage sind auch nicht hilfreich – die Liste ließe sich fortsetzen.

Wir die EZB jetzt reagieren und die darbenden Anleger durch eine Zinserhöhung erlösen, nicht so bald glaubt Weidmann: "Die Zinsen werden im Zuge der geldpolitischen Normalisierung auch wieder steigen." Es ist aber zu früh für Freudensprünge, denn der Prozess werde "graduell" sein und "eine Weile dauern".

Die Versicherungsbranche ist in der nicht beneidenswerten Position, den Niedrigzinsen trotzen zu müssen und den Anlegern Angebote zu unterbreiten, die dem Zinscanyon trotzen und trotzdem Sicherheit bieten, das ist bei der oben genannten Situation an Börse und Geldmärkten nicht einfach.

Jens Weidmann · Bundesbank · Geldanlage · Rendite
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