Zerstörte Autobahnbrücke in Genua
Zerstörte Autobahnbrücke in GenuaQuelle: dpa
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Brückenunglück von Genua trifft Allianz gleich doppelt, Swiss Re hält sich bedeckt

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Das Einsturz der Autobahnbrücke in Genua könnte für die Allianz und die Swiss Re zu einem Problem werden. Medienberichten zufolge hat die Investmenttochter des Münchener Versicherungskonzerns mehr als 600 Mio. in die Betreibergesellschaft Autostrade per l’Italia investiert. Auch den Schweizer Rückversicherer könnte das Unglück zu einem Problem werden.
Laut einem Bericht der Welt am Sonntag ist die Allianz-Tocher AGCS gleich zweifach von dem Unglück betroffen. So zählt der Versicherungskonzern einerseits zu den Versicherern des Bauwerks. Wie eine Unternehmenssprecherin von AGCS gegenüber der Sonntagszeitung bestätigte, dass der deutsche Erstversicherer in einem Konsortium mit dem französischen Versorger EDF und dem niederländischen Fonds DIF knapp sieben Prozent an Autostrade per l’Italia halte. Nach Angaben des Atlantia-Konzerns, dem Haupteigentümer von Autostrade per l’Italia, zahlte das Allianz-Konsortium 2017 gut eine Mrd. Euro für die Anteile. Auf den deutschen Versicherer entfällt dabei mit 60 Prozent der größte Teil, allein die Allianz dürfte demnach mehr als 616 Mio.  Euro in Autostrade per l’Italia investiert haben, berichtet die Sonntagszeitung weiter.
Auch für den Schweizer Rückversicherer Siwss Re könnte das Unglück von Genua noch teuer zu stehen kommen. " Wir sind eine der wichtigsten Versicherungsgesellschaften von Autostrade per l'Italia", bestätigte eine Unternehmessprecherin der Nachrichtenagentur Reuters. Allerdings: "Wir können aber keine Details einzelner Versicherungsverträge oder Kommentare zur Deckung, die wir unseren Kunden bieten, bekanntgeben." Jedoch wolle man sich in die Untersuchung zur Unglücksursache mit einbringen, hieß es weiter.
Die Betreibergesellschaft Autostrade per l'Italia hatte bereits eine Summe von 500 Mio. Euro zugesagt, um die Opfer des Unglücks im Rahmen einer finanziellen Soforthilfe unterstützen zu wollen. Zudem soll ein Teil des Geldes auch in Baumaßen fließen, um den Verkehr in Genua entsprechend umzuleiten. Bezüglich der Ursache für das Unglück hielt sich die Betreibergesellschaft öffentlich jedoch mit Äußerungen zurück. Demnach sei die Brücke zwar ordnungsgemäß gewartet worden. Studien zufolge galten die Träger des Brücke jedoch als Risiko. Bei dem Einsturz der Autobahnbrücke in der vergangenen Woche sind Behördenangaben zufolge 43 Menschen ums Leben gekommen.
Allianz · Swiss Re · Autobahnbrücke Genua
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