Reisebus  (Symbolbild)
Reisebus  (Symbolbild)Quelle: Jürgen Fredrich /  www.pixelio.de / PIXELIO
Politik & Regulierung

Erneutes Busunglück ist systeminhärent

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Jeden Monat ein schweres Busunglück: Dieses Mal ist ein Bus des Unternehmens "Flixbus" in Mecklenburg-Vorpommern verunglückt, es gab keine Toten, allerdings viele Schwerverletzte. Die Busunfälle sind ein Ergebnis stetig steigenden Busverkehrs hierzulande.

Der Unfall ereignete sich auf der Autobahn 19 zwischen Rostock und Berlin, der Bus kam aus Schweden, wie das Unternehmen bestätigte. Der Unfall inklusiver Bergung und die folgende Ermittlung am Unfallort behinderten den Verkehr auf der Strecke massiv. Bei dem Unglück wurden 16 Menschen verletzt, zum Teil schwer. Zu den Ursachen gibt es noch keine Hinweise, als sicher gilt, dass der Fahrer nicht alkoholisiert war.

 

Es vergeht kaum ein Monat, in dem kein Busunglück zu verzeichnen ist, Anfang Juli verunglückte ein mit 38 Kindern besetzter Bus in Schleswig-Holstein, ein 22 Jahre alter Betreuer starb. Im Juni fuhr ein Bus bei Karlsruhe auf ein Fahrzeug der Müllabfuhr auf, eine Frau verstirbt bei dem Unfall auf der A5, 30 Urlauber werden verletzt. Zu einem besonders tragischen Vorfall kam es am 3. Juli auf der Autobahn 9 in Oberfranken. Nach einem Auffahrunfall fing ein Bus wegen Kurzschlüssen in Batterie und der Elektrik Feuer, 18 Personen kamen ums Leben, 30 Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Die Aufzählung ließe sich fortsetzen, die Unglücke sind so zahlreich, dass die FAZ eine eigene Kategorie auf ihrer Webseite führt.

 

Die Unfälle sind das Ergebnis einer zunehmend busnutzenden Gesellschaft, der Bustourismus erzielte im Jahr 2017 einen Umsatz von 14,3 Mrd. Euro. Das zeigt sich nicht zuletzt auch in einem deutlichen Anstieg der Fahrgäste.

Statistik Busverkehr
Statistik BusverkehrQuelle: Statista

Das Einschlagen auf die Busunternehmen ist aber zu einfach, wenn die Zahl der Fahrten zunimmt, dann steigen auch die Unfälle. Vielleicht kann die zunehmende Technisierung in der Automobilbranche die Zahl der Unglücke senken. Die R+V Versicherung darf als erstes Privatunternehmen in Deutschland mit einem autonomen Kleinbus am öffentlichen Straßenverkehr in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden teilnehmen. Vielleich künftig auch eine Lösung für den Fernverkehr.

Gesamtschaden · autonomer Bus · Autounfall
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