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Allianz Deutschland macht mehr Umsatz und weniger Gewinn

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Unwetter im ersten Halbjahr haben de Allianz Deutschland die Geschäftsbilanz der ersten sechs Monatge verhagelt. So konnte der Versicherungskonzern zwar beim Umsatz um 5,3 Prozent auf 19,2 Mrd. Euro (VJ: 18,2 Mrd.) deutlich zulegen. Der Nettogewinn brach hingegen um 13,6 Prozent auf 786 Mio. Euro (VJ: 910 Mio.) ein. Auch für das Gesamtjahr rechnet die Allianz Deutschland wohl nicht mit einer Trendwend. Ziel sei ein "solider" Umsatz und Gewinn.
Zulegen konnte die größte Landesgesellschaft der Allianz SE spartenübergreifend vor allem bei den Beitragseinnahmen. So verzeichnete die Allianz in der Lebensparte ein Prämienplus von 7,6 Prozent auf 10,9 Mrd. Euro (VJ: 10,1 Mrd.) an. Ebenso legten die Neubeiträge mit einem Plus von 12,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr deutlich zu. In der Krankensparte legte die Allianz Deutschland bei den Beitragseinnahmen um 3,3 Prozent auf 1,7 Mrd. Euro zu. Ende Juni 2018 waren insgesamt 2,6 Millionen Personen bei der Allianz krankenversichert, 9.000 mehr als vor einem Jahr. Ein Meilenstein war zudem die Beteiligung der Allianz Private Krankenversicherung an der digitalen Gesundheitsakte Vivy.

Unwetter belasten die Bilanz

In der Kompositsparte verzeichnete die Allianz Deutschland ein Beitragsanstieg von 4,3 Prozent auf  6,5 Mrd. Euro (VJ: 6,3 Mrd.). Allerdings lag die Schadenbilanz durch die Unwetter zu Beginn des Jahres in Deutschland nach Unternehmensangaben deutlich über dem Schnitt. Dabei zahlt der Versicherer seinen Kunden für Elementarschäden voraussichtlich insgesamt 392 Millionen Euro aus. Das sind 173 Mio. Euro mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Schaden-/Kostenquote, also das Verhältnis von Schäden und Kosten zu Beitragseinnahmen, stieg auf deutlich 97,6 Prozent (VJ: 94,2 Prozent). Zudem wurde Ende Juni 2018 bekannt, dass sich die Allianz Deutschland mit 51 Prozent an der ADAC Autoversicherung AG mit rund 65.000 Policen beteiligen wird.
"Die Partnerschaft mit Deutschlands größtem Automobilclub zahlt ebenfalls auf unsere Wachstumsstrategie ein, dadurch können wir unsere Marktposition in der Autoversicherung weiter ausbauen", kommentiert Vorstandschef Klaus-Peter Röhler. "Nach der äußerst erfolgreichen Abwerberunde im Herbst 2017 sehen wir inzwischen auch unterjährig sehr deutliche Steigerungsraten im Neugeschäft der Autoversicherung. In der Folge wächst die Sachversicherung erstmals seit langer Zeit wieder über Marktdurchschnitt. Dies beweist: Unsere Strategie, Produkte und Prozesse zu vereinfachen und konsequent zu digitalisieren, geht auf. Unsere Angebote werden damit im Hinblick auf Service und Preis noch attraktiver", ergänzt der Allianz-Manager.
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