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Swiss Life zeigt starkes Wachstum im ersten Halbjahr

Von Sascha SchulzTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Am Geschäftsverlauf kann es offensichtlich nicht liegen, dass Swiss Life Finanzchef Thomas Buess per März 2019 von seinem Posten zurücktritt und der bisherige Chief Risk Officer Matthias Aelig (47) an dessen Stelle tritt. Der größte Lebensversicherungskonzern der Schweiz präsentiert im Analysten-Call zum Halbjahresergebnis hervorragende Zahlen. Das Board ist sich sicher, die für das laufende Geschäftsjahr gesteckten Wachstumsziele zu erfüllen, wenn nicht gar zu übertreffen.

Der bereinigte Betriebsgewinn der Swiss Life-Gruppe betrug in den ersten sechs Monaten des Jahres 808 Mio. Franken (plus drei Prozent), woraus ein Reingewinn von 561 Mio. Franken (plus sieben Prozent) resultierte. Aus direkten Anlageerträgen erzielte der Konzern eine dem Vorjahresniveau entsprechende, nicht annualsierte Direktrendite von 1,5 Prozent (2,24 Mrd. Franken) bzw eine gegenüber der Vorperiode leicht erhöhte Nettorendite von 1,7 Prozent (2,64 Mrd. Euro). Mit diesen Zahlen ließ sich eine leicht gesunkene Eigenkapitalrendite von 9,7 Prozent (Vorjahr: zehn Prozent) realisieren.

Eigene Beraterkanäle zahlen sich aus

Vor allem durch eigene Beraterkanäle gelang es der Swiss Life Gruppe, das Fee-Geschäft deutlich auszubauen. Die Fee-Erträge stiegen gruppenweit auf 798 Mio. Franken (plus zehn Prozent). Eigene Berater sorgten dabei für elf Prozent Wachstum. Erträge aus eigenen und fremden Produkten und Dienstleistungen legten sechs Prozent zu, Swiss Life Asset Managers wuchs um zwei Prozent. Das Fee-Ergebnis stieg von 233 Mio. Franken auf 248 Mio. Franken (plus sechs Prozent).

Spartenübergreifend gelang es, 20 Prozent mehr Neugeschäft im Wert von 212 Mio. Franken zu gewinnen (Vorjahr: 177 Mio. Franken). Dabei wurde wie auch im Vergleichszeitraum abermals eine Neugeschäftsmarge von 2,6 Prozent erzielt. Das für Drittkunden verwaltete Vermögen im Asset Management wuchs um 3,7 Mrd. Franken auf 64,5 Mrd. Franken (plus fünf Prozent).

Deutschland ist Wachstumsmotor

In allen Märkten konnte Swiss Life in den ersten sechs Monaten 2018 zulegen. Neben der Schweiz (plus neun Prozent) und Frankreich, wo das Fee-Ergebnis ein Viertel höher ist als im Vorjahr, gewann die 7.000 Mitarbeitende zählende Gruppe vor allem in Deutschland: Der Ergebnisbeitrag stieg um 22 Prozent auf 79 Mio. Euro, das Fee-Ergebnis gleichzeitig um 26 Prozent auf 41 Mio. Euro. Grund hierfür waren laut CEO Patrick Frost vor allem rund neun Prozent mehr Berater und eine höhere Produktivität. "Die umfassenden Investitionen der letzten Jahre tragen ihre Früchte." Die Steigerung konnte in allen Sparten erzielt werden. Das Fee-Geschäft führt auch hierzulande: Deutschland erwirtschaftete im ersten Halbjahr ein Prämienvolumen von 589 Mio. Euro (plus zwei Prozent), die Prämieneinnahmen stiegen um 17 Prozent auf 198 Mio. Euro.

In Bezug auf das Verhältnis operativer Kosten zu Einnahmen (Cost Income Ratio) liegt nahezu alles im Plan, nur das Asset Management mit Drittkunden konnte die gesteckten Ziele nicht erreichen. "Im Real Estate-Markt", so die Erklärung des Vorstands, "ist die Cost Income Ratio anders als im Versicherungsmarkt nicht die übliche Maßgröße." Vorlauf- und Projektkosten amortisieren sich erst nach längeren Laufzeiten.

Solide Perspektiven, hohe Solvenz

Das größte Wachstumspotenzial von Swiss Life liege in der Verfügbarkeit hochkarätiger Berater im Markt, die als neue und produktive Mitarbeitende gewonnen werden könnten. Hier könne Swiss Life eine exzellente Plattform bieten, um Talente, die aufgrund von Konsolidierungen anderswo freigesetzt werden, zu integrierten.

Swiss Life geht in seinem intern mit Auflagen genehmigten Solvency-Modell von einer SST Quote von 170 Prozent aus. Risiken aus regulatorischen Vorgaben sieht der Vorstand der Swiss Life zwar grundsätzlich schon. Ein Kappen von Prämien, wie es für Rentenspar-Produkte zu erwarten sei, stelle für das vor allem aus biometrischen Risiko-Produkten bestehende Portfolio der Swiss Life keine direkte Margenbedrohung dar. Vermutlich, so der Vorstand, sei natürlich aufgrund der öffentlichen Diskussion übergreifend Margendruck zu erwarten. Weitere, konkret bekannte regulatorische Anforderungen würden für Swiss Life keine Probleme darstellen. "Swiss Life ist relaxed", so Frost.

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