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Politik & Regulierung

Arag: Was bewirken digitale Influencer?

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
In den letzten jahrenhat der Einfluss von Influencer-Marketing immer mehr zugenommen. Gerade junge Leute lassen sich von Online-Meinungsmachern besonders deutlich beeinflussen. Laut einer aktuellen Umfrage de Arag folgen demnach 59,4 Prozent der Jugendlichen zwischen 16 und 24 Jahren einem sogenannten Influencer. Lediglich 19,8 Prozent der Befragten tun dies nicht.
In der Altersgruppe 25+ verzeichneten Arag hingegen eine völlig andere Entwicklung. Lediglich 18,8 Prozent der Befragten folgen einem Online-Meinungsmacher. 72,4 Prozent tun dies hingegen nicht. Wenig verwunderlich ist hingegen der Umstand, dass die Jüngsten (72,7 Prozent) gleichzeitig auch die aktivsten Nutzer der Social-Media-Plattformen sind. Drei von vier jungen Internet-Usern nutzen Facebook, Instagram & Co. sogar mehrmals täglich. Zum Vergleich: In der Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen nutzen nur noch 20,7 Prozent der Befragten täglich die sozialen Netzwerke. 25,1 Prozent haben hingegen keinerlei Interesse daran. Kleiner Nebeneffekt: Frauen (45,2 Prozent) sind ehtwas neugieriger darauf, was gepostet und getwittert wird, als Männer (40,4 Prozent).
Influencer bei den unterschiedlichen Altersgruppen
Influencer bei den unterschiedlichen AltersgruppenQuelle: Arag
Immerhin: 48,8 Prozent aller Befragten sind laut Arag bereit, zumindest bei kleineren Anschaffungen den Empfehlungen von Influencern zu vertrauen. Bei teuren Neukäufen oder schwierigen Entscheidungen wie z. B. bei Policen oder erklärungsbedürftigen Produkten greifen die meisten immer noch eher auf andere Informationsquellen zurück. Dabei scheinen Frauen durchaus vertrauensseliger zu sein als Männer: 55,9 Prozent der Damen lassen sich demnach bei Kaufentscheidungen eher von Incluencern beeinflussen als Männer. Dabei sind die Herren der Schöpfung mit 42,3 Prozent deutlich skeptischer.
Deutlich kritischer ist hingegen die Generation der 16-24-Jährigen: So sich 45,6 Prozent der Befragten bei Kaufentscheidungen von Online-Meinungsmachern beeinflussen lassen würden. Demgegenüber würden sich 41,4 Prozent der Jugendlichen nicht von entsprechenden Influencern leiten lassen. Bei den älteren Nutzern sozialer Kanäle hingegen legen über die Hälfte der Befragten Wert auf die Empfehlung von Influencern (50,7 Prozent) und nur 34,4 Prozent trifft Kaufentscheidungen allein.

Ergo leidet noch immer an der Vergangenheit

Stellt sich abschließend die Frage, wie sichtbar und präsent die die Versicherungskonzerne in den sozialen Medien präsent sind. Laut einer Umfrage von Vico Research & Consulting im Mai 2018 fielen vor allem die Münchener Rück sowie die Axa, die Arag, die Helvetia, Gothaer, VHV und Ottonova bei den Usern überwiegend positiv auf. Eher negativ fielen hingegen Huk-Coburg und die General auf. Unter anderem kritisieren die Nutzer laut Stichprobe bei der Huk-Coburg, dass der Versicherer trotz einer klaren Sachlage nicht zahlen würde. Bei der Generali wurde im Netz vor allem die Beitragserhöhung für die Berufsunfähigkeitsversicherung und die Kappung der Betriebsrente negativ thematisiert. Besonders negativ fiel dabei immer noch die Ergo auf, die noch immer mit dem 2011 öffentlich gewordenen Sex-Skandal in Verbindung gebracht wurde.
"Die Digitalisierung stellt die Versicherungsbranche vor ganz neue Herausforderungen. Denn Leistungen können nun einfach online gebucht und verglichen werden und Nutzer können sich in den sozialen Netzwerken öffentlich über ihre Erfahrungen mit den verschiedenen Anbietern austauschen. Daher ist es umso wichtiger für Versicherungen, die Digitalisierung zu nutzen und den offenen Dialog mit Bestands- und potentiellen Kunden zu suchen. Unsere Analyse zeigt, dass einige Versicherungen auf dem richtigen Weg sind, denn sieben von 19 analysierten Versicherungen wurden in unserer analysierten Stichprobe ausschließlich positiv besprochen. Für einige Versicherungen gilt das jedoch noch nicht. Insbesondere das Beispiel der Ergo zeigt erneut, dass das Internet nie vergisst", kommentierte Marc Trömel, Geschäftsführer von Vico Research & Consulting, dajmals die Analyse. Dabei wurden rund 20.600 öffentliche Beiträge aus Twitter, sozialen Netzwerken wie Facebook oder Google+, Blogs, Foren, sowie News-, Q&A-, Video- und Bild-Portalen zu insgesamt 19 Versicherungskonzernen genauer unter die Lupe genommen.
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