Vulkan auf Indonesien
Vulkan auf IndonesienQuelle: Leander / PIXELIO (www.pixelio.de)
Politik & Regulierung

Über 100 Tote nach schwerem Erdbeben in Indonesien

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Ein Erdbeben der Stärke 7,0 hat am Sonntag Abend deutscher Zeit die indonesischen Urlaubsinseln Lombok, Bali und Java erschüttert. Dabei sind nach Behördenangaben mindestens 142 Menschen ums Leben gekommen. Die meisten davon seien durch herunterfallende Trümmerteile getötet worden. Zudem seien mehrere Hundert Personen verletzt worden.

Das Epizentrum des Bebens lag rund 18 Kilometer nordöstlich der Insel Lombok in einer Tiefe von rund 15 Kilometern. Dabei sei es zu zahlreichen Nachbeben gekommen, berichtet das Nachrichtenmagazin Spiegel Online unter Berufung auf Behördenangaben. Eine Tsunamiwarnung wurde hingegen am Sonntag Abend wieder aufgehoben.

Zudem sei das Beben auch auf en Inseln Bali und im Osten Javas zu spüren gewesen. Dabei wurde auch das Gebäude des internationalen Flughafens Ngurah Rai auf Bali leicht beschädigt, heißt es weiter. Ob sich auch Touristen unter den Todesopfern befinden, ist bislang noch unklar. „Nach bisherigen Erkenntnissen sind keine Deutschen ums Leben gekommen oder schwer verletzt worden“, teilte das Auswärtige Amt mit.

Erst vor einer Woche hatte es ein Beben auf Lombok gegeben, bei dem 16 Menschen ums Leben kamen und mehr als 350 verletzt wurden. Der Inselstaat Indonesien liegt auf dem sogenannten „Pazifischen Feuerring“, an dem mehrere tektonische Platten aufeinander stoßen. Erdbeben und Vulkanausbrüche sind daher besonders häufig.

Nach Angaben des United States Geological Survey (USGS) gab es allein in diesem Jahr bereits fünf Beben mit einer Stärke von mindestens 7,0 auf der Richterskala. Allerdings könnte die Zahl in den kommenden Jahren noch zunehmen. „Der Zusammenhang zwischen Erdrotation und Erdbebenaktivität ist sehr stark und deutet daraufhin, dass die Anzahl an Erdbeben zunehmen wird“, konstatiert Roger Bilham von der University of Colorado in Boulder. 

Erdbeben. Tsunami
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